de.wedoany.com-Bericht: Scottish Power hat Pläne bekannt gegeben, die Kapazität des Onshore-Windparks Whitelee durch Modernisierung auf über 1 Gigawatt zu erhöhen, wodurch sich die installierte Leistung von derzeit 533 Megawatt verdoppeln und der Park zu einem der größten Windparks Europas werden soll.

Dieses Modernisierungsprojekt sieht eine „Aufrüstung“ des Windparks vor, bei der die bestehenden 214 Turbinen in East Renfrewshire durch eine geringere Anzahl, aber deutlich höherer Anlagen ersetzt werden. Laut Plan könnte die Anzahl der Turbinen auf 124 reduziert werden, während die installierte Leistung von 533 Megawatt auf über 1 Gigawatt steigt. Die derzeitigen Turbinen mit einer Blattspitzenhöhe von 140 Metern nähern sich dem Ende ihrer Lebensdauer; die neuen Turbinen könnten Blattspitzenhöhen von über 240 Metern erreichen.
Keith Anderson, Chief Executive Officer von Scottish Power, erklärte, dass die Modernisierung des Standorts für dessen Zukunft „von entscheidender Bedeutung“ sei. In einem Interview mit BBC Radio Scotland sagte er, Whitelee sei ein ikonischer Windpark und der größte in Großbritannien, mit enormer Anziehungskraft. Bezüglich der Größe der neuen Turbinen meinte er, sie seien größer und höher, müssten jedoch im Kontext der Landschaft betrachtet werden. Er fügte hinzu, dass das Gebiet ursprünglich mit kommerziellem Wald bedeckt war, den das Unternehmen größtenteils entfernt und in einen naturnäheren Zustand zurückversetzt habe. Die Steigerung der Anlagengröße und -leistung könne mehr erneuerbare Energie für das Land erzeugen.
Der Windpark Whitelee ist seit seiner Eröffnung im Jahr 2008 für die Öffentlichkeit zugänglich. Scottish Power gab an, dass der Vorschlag in drei Phasen umgesetzt werde, um den Betrieb des Besucherzentrums aufrechtzuerhalten.
Die Ankündigung erfolgte, als der Energieriese kürzlich einen Gewinnanstieg durch Investitionen in die Infrastruktur bekannt gab. Scottish Power teilte mit, dass das EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 % auf 1,7 Milliarden Pfund gestiegen sei. Der Konzern führte dies auf Investitionen in Stromnetze und saubere Energieanlagen zurück, einschließlich der Übernahme von Electricity North West. Zudem trugen eine gesteigerte Produktion im Bereich erneuerbare Energien sowie der Verkauf einiger Vermögenswerte, darunter des Messgeschäfts, zur Stützung bei. Der Bericht wies jedoch auch darauf hin, dass der Basisgewinn des Einzelhandelsgeschäfts aufgrund sinkender Margen, geringerem Energieverbrauch und gestiegener politischer Kosten im Zusammenhang mit dem „Energieeffizienzprogramm“ zurückgegangen sei.










