de.wedoany.com-Bericht: Deutschlands Volkswagen hat offiziell seine Zukunftspläne vorgestellt. Zu den Kernmaßnahmen gehört eine mögliche Reduzierung der Anzahl von Modellen und Varianten um bis zu 50 % bis 2030. Der Touran und der Touareg wurden bereits schrittweise eingestellt, der T-Roc Cabrio wird im nächsten Jahr auslaufen. Weitere Modelle und Ausstattungsvarianten könnten folgen, eine vollständige Streichungsliste liegt jedoch noch nicht vor.

Dieser Plan spiegelt die Marktschwierigkeiten der aktuellen Automobilindustrie wider: Die Hersteller brauchen eine klare Richtung, doch der Markt bietet nicht genügend Rückhalt. Volkswagen spart und kürzt, BMW und Mercedes sehen sich ebenfalls mit schwachen Zahlen konfrontiert, Ford baut in Köln Stellen ab, und Opel verliert in Rüsselsheim Entwicklungsarbeitsplätze. Die Zulieferer stehen unter noch größerem Druck, die gesamte Industriestruktur steht vor Herausforderungen.
Gleichzeitig bringen chinesische Hersteller in kürzeren Zyklen neue Produkte auf den Markt. BYD arbeitet daran, seine Produktzyklen auf 12 bis 24 Monate zu verkürzen und erhöht damit kontinuierlich den Wettbewerbsdruck.
Die Sicherung von Arbeitsplätzen betrifft Menschen, Familien, Fabriken und Regionen, die von der Automobilindustrie abhängen. Das ist wichtig, bedeutet aber nicht, an alten Strukturen festzuhalten. Die Automobilbranche muss sich durch schnellere Entscheidungen, einfachere Produktion und entschlossenere Investitionen neu aufstellen. Die Schwerpunkte liegen auf Software, Batterietechnologie, Fabriken, Personal und Modellen, für die auch in Zukunft noch Bedarf besteht. Ziel ist nicht die Bewahrung der Vergangenheit, sondern die zukunftsfähige Aufstellung der wichtigsten deutschen Industrie, um ihre weitere Rolle zu sichern.










