de.wedoany.com-Bericht: Der deutsche Energiekonzern RWE hat einen wichtigen Meilenstein beim Bau des 1,1-GW-Offshore-Windparks Thor in Dänemark erreicht: Auf der Baustelle vor der Westküste Jütlands wurden bereits 36 der insgesamt 72 Windturbinen installiert, also die Hälfte.

Das Projekt verwendet Windturbinen von Siemens Gamesa mit einer Einzelleistung von 15 Megawatt. Die Nabenhöhe der Turbinen liegt bei etwa 148 Metern über dem Meeresspiegel, und sie sind mit 115 Meter langen Rotorblättern ausgestattet.
Die Installationsarbeiten werden vom Hafen Esbjerg aus durchgeführt und vom spezialisierten Bauschiff „Brave Tern" der Firma Fred. Olsen Windcarrier übernommen.
RWE plant, die Montage der verbleibenden 36 Turbinen bis Ende 2026 abzuschließen. Alle Test- und Inbetriebnahmearbeiten sollen vor dem Frühjahr 2027 beendet sein. Nach der vollständigen Inbetriebnahme kann der Windpark genug Strom für über eine Million dänische Haushalte produzieren. Der Windpark speist seit März 2026 bereits Strom ins dänische Netz ein.
Tobias Keitel, Chief Technology Officer für Offshore-Wind bei RWE, erklärte, dass mit jeder installierten Turbine das Gesamtziel, den größten Offshore-Windpark Dänemarks zu errichten, einen Schritt näher rücke. Er dankte dem Projektteam und den Partnern in der Lieferkette für die Sicherstellung des planmäßigen Fortschritts unter komplexen Bedingungen und betonte, dass das Team sich nun auf die Fertigstellung der Bauarbeiten konzentriere, um die vollständige kommerzielle Inbetriebnahme des Thor-Projekts im Jahr 2027 wie geplant zu erreichen.
In Bezug auf Nachhaltigkeit setzt das Thor-Projekt auf mehrere innovative Designs. Es ist der erste Offshore-Windpark weltweit, der 36 kohlenstoffreduzierte Stahltürme einsetzt, die ebenfalls von Siemens Gamesa geliefert werden. Darüber hinaus werden 40 der Turbinen mit insgesamt 120 recycelbaren Rotorblättern ausgestattet, um die Umweltbilanz über den gesamten Lebenszyklus weiter zu verbessern.
Das Thor-Projekt ist ein Joint Venture von RWE (51 % Anteil, verantwortlich für Bau und Betrieb) und der norwegischen Bank für Investitionsverwaltung (Norges Bank Investment Management, 49 % Anteil). Beide Partner bestätigten, dass die Installations-, Test- und Inbetriebnahmearbeiten planmäßig voranschreiten.










