de.wedoany.com-Bericht: Das von Rönesans Holding in Ceyhan, Provinz Adana, Türkei, entwickelte petrochemische Cluster der östlichen Mittelmeerregion (DAPEK) hat kürzlich Investitionen in eine neue Polypropylen-Produktionsanlage, einen Flüssiggutterminal und einen Hafen getätigt. Die Gesamtinvestitionen des Clusters übersteigen nun 3 Milliarden US-Dollar.

DAPEK gilt als eines der umfassendsten Industrie-, Energie- und Logistikprojekte in der östlichen Mittelmeerregion. Das Projekt erstreckt sich über eine Fläche von rund 1.300 Hektar und integriert petrochemische Produktion, Hafenbetrieb, Energieinfrastruktur und Logistikdienstleistungen auf einer einzigen Plattform. Kern des Projekts ist eine 1,8 Milliarden US-Dollar schwere Polypropylen-Produktionsanlage und ein Flüssiggutterminal, die von Rönesans Holding gemeinsam mit internationalen Partnern entwickelt werden. Zusammen mit den laufenden Investitionen in den Containerhafen und die Infrastruktur übersteigen die Gesamtinvestitionen des Clusters 3 Milliarden US-Dollar.
Erman Ilıcak, Ehrenvorsitzender von Rönesans Holding, erklärte, dass DAPEK weit mehr als eine reine Industrieinvestition sei. Er wies darauf hin, dass das Projekt mit einem Investitionsplan, der nun 3 Milliarden US-Dollar erreicht habe, ein industrielles Ökosystem der nächsten Generation schaffe. Ziel sei es, durch die Bündelung von Produktion, Logistik, Energie und Hafeninfrastruktur an einem Standort das wettbewerbsfähigste Industriezentrum der Türkei zu errichten. Ilıcak betrachtet DAPEK als Grundpfeiler der türkischen Industrieinfrastruktur für die nächsten 50 Jahre.
Unter der Koordination des Ministeriums für Industrie und Technologie der Republik Türkei zielt DAPEK mit seiner integrierten Struktur darauf ab, eines der global wettbewerbsfähigen Industriezentren der Türkei zu werden. Die Polypropylen-Produktionsanlage gilt als eine der grundlegenden Investitionen des Ökosystems. Neben dem Flüssiggutterminal, dem Containerhafen, dem Trockengutterminal, der Energieinfrastruktur, der Bahnanbindung und den Gemeinschaftseinrichtungen repräsentieren diese Investitionen ein umfassendes Ökosystem.
Angesichts der jüngsten geopolitischen Entwicklungen und Diskussionen über die Energiesicherheit betonte Ilıcak die wachsende Bedeutung alternativer Energie- und Handelskorridore. Mit der globalen Neuordnung der Energie- und Handelsrouten gewinne Ceyhan strategisch zunehmend an Bedeutung. Unternehmen würden ihre Produktions-, Lieferketten- und Investitionsstrategien neu ausrichten. DAPEK liege am Schnittpunkt der Märkte Europas, des Nahen Ostens und Nordafrikas und biete in einem einzigen integrierten Ökosystem Hafen-, Energie-, Logistik- und Industrieinfrastruktur.
Inspiriert von erfolgreichen Industriecluster-Modellen wie Rotterdam und Jurong Island in Singapur arbeitet DAPEK mit der Surbana Jurong Group, einem der weltweit führenden Entwickler von Industriegebieten, zusammen. Seit 2026 kooperieren beide Seiten in den Bereichen Investorenentwicklung, internationales Marketing, Nachhaltigkeit und langfristige Wachstumsstrategien. Diese Zusammenarbeit hat die Bekanntheit von DAPEK bei globalen Investoren gesteigert.
Mit dem Fortschreiten der Infrastrukturarbeiten und der Erreichung wichtiger Bau-Meilensteine werden die Bemühungen zur Ansiedlung neuer Investoren in DAPEK intensiviert. DAPEK zielt in den kommenden Jahren auf mittel- bis hochtechnologische Industrieinvestitionen ab und führt derzeit Gespräche mit Unternehmen aus verschiedenen Branchen, darunter Petrochemie, Chemie, Energieausrüstung, Verbundwerkstoffe, Biokraftstoffe und andere wertschöpfungsintensive Fertigungsbereiche. DAPEK bietet großflächige Erschließungsgrundstücke sowie eine multimodale Logistikinfrastruktur mit nahtloser Anbindung an Straße, Schiene und Seewege. Das Rahmenwerk des Industriegebiets bietet Investoren langfristige Landnutzungsmodelle, die sowohl in Bezug auf Kosten als auch Finanzierung Vorteile bieten.
In einer Zeit, in der die Türkei noch stark von importierten petrochemischen Produkten abhängig ist, trägt das Projekt zur Steigerung der heimischen Industrieproduktion bei. Nach Fertigstellung wird die zentrale Polypropylen-Produktionsanlage von DAPEK eine Jahreskapazität von 472.500 Tonnen erreichen und damit rund 17 % des jährlichen Polypropylenbedarfs der Türkei decken. Es wird erwartet, dass das Projekt jährlich etwa 300 Millionen US-Dollar zur Leistungsbilanz der Türkei beiträgt und gleichzeitig die Abhängigkeit des Landes von importierten petrochemischen Produkten verringert. Das Projekt bietet derzeit 4.000 Arbeitsplätze vor Ort, von denen 70 % von Arbeitnehmern aus der umliegenden Region besetzt sind. Bis zum Jahresende wird diese Zahl voraussichtlich auf über 4.500 steigen.










