de.wedoany.com-Bericht: Der Bericht „PwC Mine 2026" zeigt, dass die Einnahmen der 40 größten Bergbauunternehmen weltweit um 3,3 % und die Gewinne um 23 % gestiegen sind, hauptsächlich getrieben durch höhere Rohstoffpreise.
Leonardo Viglione, Partner von PwC Argentinien und Leiter des Bergbausektors, wies darauf hin, dass es nicht mehr ausreiche, allein neue Mineralvorkommen zu entdecken. Bergbauunternehmen müssten ihre Betriebseffizienz steigern, innerhalb stabiler regulatorischer Rahmenbedingungen agieren und den Zugang zu Kapital sicherstellen. Der Gewinnanstieg sei auf höhere Rohstoffpreise und eine starke Kostenkontrolle zurückzuführen. Die Überschussliquidität stelle die Unternehmen vor strategische Entscheidungen, darunter Unternehmensübernahmen, Projektentwicklungen, Schuldenabbau oder Dividendenzahlungen. Die Bergbauunternehmen nutzten die gestärkte Cash-Generierung, um Schulden zu reduzieren, doch die nächste Generation großer Projekte benötige weiterhin externe Finanzierung. Der Zugang zu Kapital sei eine der größten Herausforderungen der Branche.
Der Bergbausektor habe Schwierigkeiten, Investitionen anzuziehen, da Branchen wie Künstliche Intelligenz, Halbleiter, Software und Hardware weltweit große Kapitalmengen absorbieren. Viglione ist der Ansicht, dass sich das öffentliche Image der Branche in den letzten zwanzig Jahren verbessert habe und die Bedeutung von sozialer Betriebsgenehmigung, gesellschaftlichem Engagement und Umweltmanagement zunehmend anerkannt werde. Ohne ein solides Umweltmanagement und sinnvolle soziale Interaktion könnten Projekte nicht vorankommen.
Die Energiewende treibe die Nachfrage nach Mineralien wie Lithium, Kupfer, Nickel, Kobalt und Seltenen Erden, doch traditionelle Rohstoffe wie Eisenerz, Kohle und Edelmetalle blieben von grundlegender Bedeutung. China spiele als größter Verbraucher, Produzent und Verarbeiter eine herausragende Rolle im Bergbau, und asiatische Unternehmen beteiligten sich aktiv an großen Projekten. Geopolitik sei zu einem der Haupttreiber der Bergbauentwicklung geworden. Der Bericht prognostiziert, dass der Kupfermarkt zwischen 2027 und 2033 mit einem schweren Angebotsdefizit konfrontiert sein könnte. Argentinien verfüge über eine der attraktivsten Kupferprojekt-Pipelines der Welt; einige Projekte könnten 2030 oder 2031 mit der Produktion beginnen. Auf dem Lithiummarkt habe Argentinien innerhalb von fünf Jahren das Niveau von Chile und Australien erreicht. Das große Investitionsanreizsystem (RIGI) ergänze den stabilen Rahmen des Bergbauinvestitionsgesetzes, doch Bergbauprojekte benötigten Infrastruktur wie Straßen, Stromleitungen und Häfen. Viglione ist der Ansicht, dass Argentinien bei einem stabilen politischen Rahmen und der Verankerung des Bergbaus als nationale Politik ein enormes Wachstumspotenzial habe. Der Bergbau könne zu einem der wichtigsten Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung werden, da seine Betriebe kontinuierlich arbeiteten.










