de.wedoany.com-Bericht: Das indische Ministerium für neue und erneuerbare Energien (MNRE) hat einen Musterdienstleistungsvertrag für das „Electrolyser as a Service“ (EaaS)-Modell veröffentlicht, um das neue Geschäftsmodell im Bereich grüner Wasserstoff zu standardisieren. Ziel ist es, die anfänglichen Kapitalinvestitionen in Projekte zu senken und die nationale grüne Wasserstoff-Mission (NGHM) zu unterstützen, die bis 2030 eine jährliche Produktion von 5 Millionen Tonnen grünem Wasserstoff anstrebt.

Der Mustervertrag bietet einen vertraglichen Rahmen für das „Bauen-Besitzen-Betreiben“-Modell, bei dem Technologieanbieter oder Entwickler die Elektrolyseanlage auf dem Gelände des Kunden errichten, besitzen und betreiben. Der Kunde zahlt dem Entwickler eine monatliche Festgebühr. Diese Gebühr umfasst Leasingkosten sowie Betriebs- und Wartungskosten und wird jährlich auf Basis des Verbraucherpreisindex angepasst. Der Mustervertrag legt die Verantwortlichkeiten klar fest: Der Kunde stellt das Grundstück, die Versorgungseinrichtungen (Strom, Wasser) und die behördlichen Genehmigungen bereit, während der Entwickler für die Leistung der Anlage sowie deren Betrieb und Wartung verantwortlich ist. Der Vertrag enthält außerdem Leistungsindikatoren wie die jährliche Anlagenverfügbarkeit; bei Nichterfüllung wird die Festgebühr anteilig gekürzt.
Dieses Modell hat sich bereits am Markt bewährt. Waaree Energies und Zero Footprint Industries haben einen 15-jährigen EaaS-Vertrag für ein 2,5-Megawatt-Elektrolyseprojekt in Uttar Pradesh unterzeichnet. Zudem haben die Parteien eine Absichtserklärung zur Ausweitung des Projekts auf 50 Megawatt unterzeichnet. Darüber hinaus hat das MNRE im Rahmen der nationalen grünen Wasserstoff-Mission Anreize für eine Elektrolyseur-Produktionskapazität von 3.000 Megawatt und eine jährliche Produktionskapazität von 862.000 Tonnen grünem Wasserstoff bereitgestellt.










