de.wedoany.com-Bericht: Das portugiesische Unternehmen für öffentliche Beleuchtung Dael hat sich erneut für den heimischen Hersteller Adira entschieden und rüstet mit einem neuen Abkantpressensystem auf, um der wachsenden Nachfrage aus Nachbarländern wie Spanien gerecht zu werden. In der Fabrik des Unternehmens in Covelas, Póvoa de Lanhoso, laufen zwei 1995 installierte Adira-Abkantpressen noch immer täglich acht Stunden, um Metallmasten und -säulen herzustellen. Nach drei Jahrzehnten Betrieb hat sich das Unternehmen erneut für eine Investition beim selben Hersteller entschieden.

Die Zusammenarbeit zwischen Dael und Adira begann in den 1990er Jahren. Damals wollte Dael einteilige Großmasten herstellen, um sich am Markt zu differenzieren – dafür war Abkanttechnik erforderlich, die 12 Meter lange Bleche verarbeiten konnte. David Barbosa, CEO von Dael, erinnert sich, dass man sich nach Beratung mehrerer Anbieter schließlich für Adira entschied. „Es war das teuerste, aber auch das beste.“ Die damalige Lösung bestand aus zwei Abkantpressen in Tandem-Konfiguration, die synchron liefen und hochpräzise Biegungen von bis zu 12 Metern Länge in einem Durchgang ermöglichten. Dieses Konzept war damals eines der ersten Projekte dieser Art, das Adira entwickelte – heute ist es branchenüblich.

In der Fabrik von Dael steht der Abkantprozess im Zentrum der Produktion. Stahlbleche werden hier von der flachen Platte zur achteckigen, konischen Mastform gebracht, anschließend geschweißt, feuerverzinkt und mit Leuchten bestückt, bevor sie zu Bauprojekten im In- und Ausland versandt werden. Die beiden 1995 installierten Adira-Abkantpressen laufen noch immer an ihrem ursprünglichen Standort. Das Unternehmen gibt an, dass die Maschinen trotz sichtbarer Altersspuren leistungsfähig und wartungsarm seien. David Barbosa bezeichnet die beiden Anlagen als „das Herz der Fabrik“ und ist überzeugt, dass der Erfolg des Unternehmens maßgeblich auf diese damalige Großinvestition zurückzuführen ist.
Vor etwa zehn Jahren erweiterte Dael sein Geschäft von der reinen Metallmastfertigung auf die Leuchtenproduktion und bietet seinen Kunden nun komplette Beleuchtungslösungen an. David Barbosa sagt, das Unternehmen positioniere sich heute als „ein Unternehmen für öffentliche Beleuchtung“. Neben den Standard-Achteckmasten entwickelt das Unternehmen auch kundenspezifische Architekturmasten und integriert in manchen Projekten Holz, Fliesen oder Photovoltaikmodule. Die Fabrik von Dael produziert derzeit täglich rund 70 komplette Masten, die Kunden in internationalen Märkten wie Spanien, Frankreich, Marokko und Angola beliefern.

Das internationale Nachfragewachstum hat Dael zu einer Neuinvestition bewogen, jedoch nicht, weil die alten Maschinen veraltet wären. David Barbosa betont, die Neuinvestition diene der Produktionssteigerung und der Anschaffung modernerer Anlagen. Die neue Lösung befindet sich derzeit in der Endfertigung im Adira-Werk: ein PH30060-Tandem-System, bestehend aus zwei synchronisierten Heavy-Duty-Abkantpressen mit je 300 Tonnen Kapazität, die gemeinsam Teile von bis zu 12 Metern Länge biegen können. Das System umfasst zudem einen automatischen Blechpositionierer und eine automatische Entnahmevorrichtung für gebogene Teile, wodurch die körperliche Belastung der Bediener reduziert und die Produktivität gesteigert wird. David Barbosa erwartet, dass diese Investition die Tagesproduktion von 70 auf rund 120 Masten erhöhen wird. Die neue Konfiguration benötigt nur einen Bediener an der Zuführseite; der Rest läuft automatisch ab.


David Barbosa bezeichnet die Beziehung zwischen den beiden Unternehmen klar als Kunde-Lieferant-Verhältnis, fügt jedoch hinzu, dass die Zusammenarbeit mit dem Adira-Engineering-Team über die Jahre hinweg hervorragend gewesen sei. „Sie haben immer voll mitgezogen – eine Beziehung, die fast freundschaftliche Züge angenommen hat.“ Diese auf Vertrauen und technischer Kompetenz basierende Partnerschaft ist der Grund, warum Dael sich nach drei Jahrzehnten erneut für denselben Technologiepartner entschieden hat. David Barbosa ist der Ansicht, dass es keinen Sinn macht, Maschinen zu importieren, wenn man in Portugal einen Weltklasse-Hersteller hat.










