de.wedoany.com-Bericht: Die Maggi-Gruppe (Grupo Maggi), einer der größten Agrarunternehmensverbände Brasiliens, hat eine rund 30.000 Hektar große Farm in der bolivianischen Region Concepción erworben. Dieser Schritt gilt als eine der größten Investitionen des brasilianischen Privatsektors in der bolivianischen Landwirtschaft der letzten Jahre. Die vom Unternehmer Eraí Maggi geführte Gruppe rückt Bolivien damit erneut in den Fokus brasilianischer Landinvestoren und verstärkt einen in den letzten Jahren zunehmenden Trend: Mit der deutlichen Wertsteigerung von Agrarflächen in Brasilien richten immer mehr Produzenten und Investoren ihren Blick auf Nachbarländer wie Bolivien und Paraguay, um kostengünstigere Grundstücke mit höherem Wertsteigerungspotenzial zu finden.
Der brasilianische Makler Giovani Comelli veröffentlichte ein Video, das zwei verfügbare Grundstücke direkt im Expansionsgebiet der Maggi-Gruppe zeigt. Nach seinen Angaben umfasst eines der Grundstücke 5.000 Hektar Primärwald, das andere 860 Hektar; beide liegen in der Nähe des neu erworbenen Projekts des Mato-Grosso-Konzerns. Comelli erklärte in dem Video, dass diese Flächen in der Region liegen, in der die Maggi-Gruppe 30.000 Hektar gekauft hat, und er geht davon aus, dass sich dieses Gebiet ausdehnen, die Preise steigen und die Werte zunehmen werden. Er zeigte zudem die dortigen Hirsepflanzen und betonte die Bodenqualität: Der Boden enthalte 45 bis 50 Prozent Ton, eine für die Landwirtschaft geschätzte Eigenschaft. Comelli wies auch darauf hin, dass er brasilianischen Investoren umfassende Maklerdienste für ländliche Immobilien anbietet, einschließlich Dokumentenanalyse, rechtlicher Beratung und Begleitung in allen Phasen der Transaktion, um Käufern, die mit dem Markt nicht vertraut sind, Sicherheit zu bieten.
In den letzten Jahren hat der brasilianische Markt für Agrarflächen eine historisch starke Wertsteigerung erlebt. In mehreren Anbauregionen wie Mato Grosso, Goiás, Paraná und Mato Grosso do Sul haben sich die Preise pro Hektar innerhalb weniger Jahre nahezu verdoppelt, was die Eintrittsbarriere für neue Produzenten und Investoren deutlich erhöht hat. Diese Situation hat viele Brasilianer dazu bewogen, den Blick auf Nachbarländer zu richten. Laut Giovani Comelli sind in Bolivien derzeit Waldflächen zu Preisen zwischen 600 und 1.200 US-Dollar pro Hektar zu finden, bei denen eine legale Rodung von bis zu 80 Prozent der Fläche erlaubt ist, während Agrarflächen je nach Lage und verfügbarer Infrastruktur zwischen 2.000 und 8.000 US-Dollar pro Hektar kosten. Der Makler wies darauf hin, dass einer der Hauptvorteile des Landes in der natürlichen Fruchtbarkeit des Bodens liege, und berichtete, dass Produzenten häufig Sojabohnen ohne Düngung anbauen und Erträge von nahezu 4.000 Kilogramm pro Hektar erzielen. Er fügte hinzu, dass etwa 30 Prozent des bolivianischen Territoriums noch nicht landwirtschaftlich genutzt würden, hauptsächlich aufgrund von Gebirgs- und Salzwüstenlandschaften.
Die rechtliche Sicherheit bleibt eines der Hauptanliegen von Investoren, die Bolivien in Betracht ziehen. In Bezug auf die Besorgnisse, die durch die von Präsident Evo Morales vor 2006 vorangetriebene Verstaatlichung strategischer Sektoren ausgelöst wurden, erklärte Comelli, dass er diese Zeit für überwunden halte und Bolivien nun eine neue politische Phase erlebe, die den besten Zeitpunkt für Investitionen biete. Für Investoren empfehlen Experten, vor jeder internationalen Akquisition eine detaillierte Analyse des lokalen Rechts, der Regeln für den Erwerb ländlicher Immobilien durch Ausländer und der rechtlichen Sicherheit des Landes durchzuführen, bevor eine Investition getätigt wird.










