de.wedoany.com-Bericht: Das Unternehmen GTF investiert 120 Millionen BRL in den Bau einer der größten Tilapia-Zuchtfarmen Brasiliens im Bundesstaat Paraná. Das Projekt ist auf eine tägliche Schlachtkapazität von 100.000 Tilapien ausgelegt und markiert die strategische Expansion des Unternehmens von seinem Kerngeschäft Geflügel in den Aquakulturbereich.
GTF, einer der sechs größten Hähnchenfleischproduzenten und zehn größten Geflügelexporteure Brasiliens, erweitert sein Geschäft nun auf Tilapia. Das Aquakulturprojekt befindet sich im Bundesstaat Paraná, die Gesamtinvestition beträgt 120 Millionen BRL und soll innerhalb der nächsten fünf Jahre vollständig abgeschlossen sein. Derzeit sind bereits etwa 80 bis 90 Hektar Wasserfläche in Betrieb, das Ziel ist es, bei Fertigstellung 200 Hektar zu erreichen. Nach vollständiger Inbetriebnahme wird die tägliche Schlachtkapazität von GTF nahezu 100.000 Tilapien betragen, womit das Unternehmen zu den drei größten Produzenten des Landes zählt. Derzeit schlachtet GTF täglich etwa 13.000 bis 14.000 Tilapien.
Laut dem „Jahresbericht 2025“ von Peixe BR betrug die Tilapia-Produktion Brasiliens im Jahr 2024 662.200 Tonnen, ein Anstieg von 132 % gegenüber 285.000 Tonnen im Jahr 2015. In den letzten zehn Jahren stieg der Pro-Kopf-Jahresverbrauch von Tilapia in Brasilien von 1,47 kg auf 2,84 kg, ein jährliches Wachstum von 10 %, angetrieben durch die gestiegene Nachfrage der Verbraucher nach gesunden Lebensmitteln und die Vielseitigkeit von Tilapiafilets.
Rafael Tortola, CEO von GTF, erklärte, dass Tilapia in Bezug auf Produktivität, Marktzugang und Skalierungspotenzial große Ähnlichkeiten mit Hähnchen aufweise. Das Unternehmen plane, die gesamte Wertschöpfungskette von der Aufzucht bis zur Verarbeitung zu kontrollieren und habe bereits den Bau einer eigenen Fischverarbeitungsanlage in den kommenden Jahren vorgesehen.
Neben dem Tilapia-Geschäft besitzt GTF auch die Marke Canção für tiefgekühltes Hähnchen- und Fischfleisch, die zusammen 90 % des Unternehmensumsatzes ausmacht (davon 85 % aus Hähnchen und 5 % aus Tilapia), sowie Lorenz, den größten Maniok-Pressbetrieb Brasiliens, der die restlichen 10 % des Umsatzes beisteuert.
Der Bundesstaat Paraná ist der größte Tilapia-Produzent Brasiliens, gefolgt von São Paulo, Minas Gerais, Santa Catarina und Mato Grosso do Sul. GTF ist der Ansicht, dass der Bundesstaat über eine solide landwirtschaftliche Infrastruktur, ein geeignetes Klima und öffentliche Maßnahmen für die Aquakultur verfügt, die sich ergänzend zu seinem Geflügelgeschäft nutzen lassen.










