de.wedoany.com-Bericht: Die Mitte-Rechts-Koalitionsregierung Neuseelands hat am Mittwoch die erste Ölexplorationslizenz erteilt, was die formelle Aufhebung des von der ehemaligen Labour-Regierung unter Jacinda Ardern verhängten Offshore-Explorationsverbots markiert.

Die konservative Regierung unter Premierminister Christopher Luxon, die 2023 die Wahlen gewann und an die Macht kam, hob das Offshore-Explorationsverbot im vergangenen Jahr auf. Dieser Schritt zielt darauf ab, Erdgasknappheit in Industriegebieten zu vermeiden und die Stromerzeugung in Dürrejahren mit geringer Wasserkraftproduktion zu steigern.
Ressourcenminister Shane Jones erklärte, die Lizenz sei ein wichtiger Meilenstein für die neuseeländische Energiebranche und zeige, dass Neuseeland für Geschäfte offen sei.
Jones, ein Befürworter fossiler Brennstoffe, wies darauf hin, dass die bestehenden Gasfelder allmählich ausreiften und Exploration für das Verständnis der zukünftigen Energieoptionen Neuseelands von entscheidender Bedeutung sei.
Zum 1. Januar 2026 beliefen sich die Erdgasreserven Neuseelands auf 731 Petajoule, ein Rückgang um 23 % gegenüber dem Vorjahr und der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen vor über zwanzig Jahren.
Jones zufolge unterstreichen diese Daten die Notwendigkeit, das verbleibende Ressourcenpotenzial des Landes besser zu verstehen.
Jones gab an, dass das australische Privatunternehmen EnZed Energy eine zwölfjährige Ölexplorationslizenz für das Taranaki-Becken erhalten habe.
EnZed wird den Explorationsplan schrittweise umsetzen, beginnend mit der Analyse vorhandener seismischer Daten und geologischen Studien.
Vor den Wahlen im November hatten bereits sieben Öl- und Gasunternehmen Offshore-Explorationsrechte beantragt, da die oppositionelle Labour-Partei plante, im Falle eines Wahlsiegs das Verbot wieder einzuführen, jedoch bestehende Lizenzen respektieren würde.










