Grundfos Großbritannien: Landwirtschaft verbraucht 70 % des weltweiten Süßwassers – Wasserresilienz muss aufgebaut werden
2026-07-31 11:05
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de.wedoany.com-Bericht: Weltweit werden etwa 70 % des entnommenen Süßwassers für landwirtschaftliche Bewässerung und Viehzucht genutzt. Mark Webb, Vertriebsleiter für Wasserwirtschaft sowie Leiter für Grundwasser und Bewässerung bei Grundfos Großbritannien und Irland, weist darauf hin, dass die Landwirtschaft eng mit der Nachhaltigkeit der Wasserressourcen verbunden ist. Die Wasserknappheit wird immer gravierender, und die Landwirtschaft gehört zu den am stärksten betroffenen Branchen. Der Schwerpunkt von Mark Webbs Arbeit liegt darauf, durch ganzheitliche Planung, vernetzte Technologien und langfristige Nachhaltigkeit intelligentere und widerstandsfähigere Wassernetze aufzubauen; Grundfos setzt sich dafür ein, die Wasserherausforderungen durch Wassertechnologien wie Pumpen und energieeffiziente Lösungen zu bewältigen.

Laut Statistiken der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur) werden weltweit etwa 70 % des entnommenen Süßwassers für landwirtschaftliche Bewässerung und Viehzucht genutzt. Auch die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) betont, dass die Landwirtschaft der größte Süßwasserverbraucher ist und in hohem Maße von einer zuverlässigen Wasserversorgung abhängt. Jedoch erschweren die durch den Klimawandel verursachten häufigeren Dürren und Starkregenereignisse den Landwirten die Produktionsplanung. Anders als Industrie- und Haushaltswasser wird Bewässerungswasser hauptsächlich über Evapotranspiration wieder an die Atmosphäre abgegeben und ist nur schwer wiederverwendbar. Dies führt zu einer Rückkopplungsschleife, in der das Bevölkerungswachstum den Wasserbedarf erhöht und das Grundwasser enorm belastet.

Mark Webb ist der Ansicht, dass Strategien zur Bewältigung der Wasserknappheit den Aufbau von Resilienz umfassen, was mit einer genauen Erfassung des Wasserverbrauchs auf den Betrieben und der Identifizierung von Effizienzsteigerungspotenzialen beginnt. Durch bessere Fernüberwachung und Echtzeit-Leistungsdaten können Lecks frühzeitig erkannt, die Wasserverteilung optimiert und Entscheidungen verbessert werden. Bei begrenzten Budgets können vernetzte digitale Werkzeuge in bestehende Wassersysteme integriert werden. Die Verbesserung der Dürreresistenz erfordert zudem Investitionen in effiziente Bewässerungssysteme und die Zusammenarbeit mit Wasserversorgern, um Versorgungsengpässe zu verstehen. Intelligente Pumpensteuerung und cloudbasierte Systeme ermöglichen es Pumpen, Leistung und Druck automatisch an die Bewässerungsflächen anzupassen, wodurch unnötiger Energieverbrauch und Störungen reduziert werden.

Die hydrologische Variabilität wird zu einer der größten Herausforderungen für die britische Wasserwirtschaft. Längere Trockenperioden und häufige Starkregen setzen die Infrastruktur unter Druck und zwingen Versorgungsunternehmen und Landwirte gleichermaßen, sich gleichzeitig mit Wasserknappheit und -überschuss auseinanderzusetzen. Mark Webb betont, dass eine datengetriebene Pumpeninfrastruktur dazu beiträgt, Wasserverschwendung zu verhindern. Vernetzte Pumpensysteme mit dynamischer Druckregelung passen ihre Leistung automatisch an den Bedarf an, glätten Druckspitzen, verhindern Rohrbrüche und senken den Energieverbrauch. Diese Erkenntnisse unterstützen eine effizientere Nutzung der bestehenden Infrastruktur und helfen Landwirten, begrenzte Ressourcen zu bewirtschaften.

Mit Blick in die Zukunft erwartet Mark Webb eine breite Einführung intelligenter digitaler Werkzeuge, die eine Echtzeitüberwachung, die Verfolgung der Gesamtwassermenge und die automatische Anpassung des Bewässerungsdurchflusses ermöglichen. Die künftige Deckung des Nahrungsmittel- und Wasserbedarfs bedeutet nicht, mehr Wasser aus dem Leitungsnetz zu entnehmen, sondern die vorhandenen Ressourcen intelligenter zu bewirtschaften – dies erfordert branchenübergreifende Zusammenarbeit und strategische Investitionen in die Infrastruktur.

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