de.wedoany.com-Bericht: Der Vorstand der Hafenbehörde der Bucht von Algeciras (Autoridad Portuaria de la Bahía de Algeciras) hat in seiner ordentlichen Sitzung den Unternehmensplan 2027 (Plan de Empresa) genehmigt. Dieser Plan umfasst Investitionen in Höhe von 677 Millionen Euro mit einem Ausführungszeitraum von 2026 bis 2030; hinzu kommen private Investitionen von 711 Millionen Euro, die sich hauptsächlich auf Total Terminal International Algeciras (TTI Algeciras) und die Erweiterung von Dragados OffShore in Campamento konzentrieren.
Der Präsident der Hafenbehörde, Gerardo Landaluce, erklärte, dass die Verbesserung der Straßenanbindung eine Voraussetzung für die Erreichung der Ziele des Unternehmensplans sowie für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wohlstand sei. Er zeigte sich zufrieden über die kürzliche Vergabe der Arbeiten für den zweiten Tunnelröhrenbau am nördlichen Zufahrtsknoten und betonte zugleich, dass der Ausbau der N-340 zwischen Algeciras und Tarifa sowie die Erhöhung der Kapazität der Autobahn AP-7 zwischen San Roque und Algeciras weiterhin Priorität hätten.
Landaluce forderte außerdem eine Beschleunigung des Baus der Eisenbahnstraße Algeciras–Saragossa sowie eine größere Stromkapazität und -leistung für die Region, um die Machbarkeit von Projekten für grünen Wasserstoff zu unterstützen. Gemäß den Erwartungen des Plans wird der Containerumschlag des Hafens von Algeciras bis 2030 erstmals die Marke von 6 Millionen Containern überschreiten, wobei der gesamte Güterumschlag im Jahr 125 Millionen Tonnen erreichen soll.
Erreichbarkeit und Nachhaltigkeit
Bei den direkt von der Hafenbehörde verantworteten Landseiteninvestitionen entfallen insgesamt 124 Millionen Euro auf Maßnahmen zur Straßen- und Schienenanbindung, wobei der Schwerpunkt auf dem Bau der technischen Eisenbahnhafenanlage Botafuegos sowie der unabhängigen Anschlussstrecke zum Hafen liegt, um den Güterverkehr auf dem ersten Streckenabschnitt vom Personenverkehr zu trennen.
Im Bereich Nachhaltigkeit und Energieprojekte fließt ein Euro von jeweils sechs Euro Investitionen in diesen Sektor, hauptsächlich für die Einführung von OPS (Landstromanlagen) an den Kais der Häfen von Algeciras und Tarifa, sodass Schiffe während der Liegezeit direkt mit Strom versorgt werden können und Emissionen, Lärm und Vibrationen vermieden werden.
Der Bereich Hafen-Stadt absorbiert innerhalb von fünf Jahren mehr als 12 % der Investitionen, die für die schrittweise Umsetzung des Projekts Lago Marítimo sowie für den Abschluss der ersten Bauphase der Festung Isla Verde und der Festung Punta Carnero verwendet werden.
Weitere Schwerpunktmaßnahmen umfassen den Bau des neuen Fischmarktzentrums von Algeciras, den Ausbau der Grenzkontrollstelle, den Bau eines neuen Parkhauses mit Nebengebäuden neben dem Prozesskontrollzentrum sowie den Bau neuer CSI-Scanner mit deren Unterbringungsgebäude. In Infrastrukturprojekte des Hafens werden 156 Millionen Euro investiert, wobei die Erweiterung des Galera-Kais und dessen Anbindung an Isla Verde besonders hervorstechen.










