de.wedoany.com-Bericht: Die französische Regierung hat kürzlich fünf Häfen ausgewählt, die im Rahmen des Investitionsprogramms „France 2030" Fördermittel von fast 260 Millionen Euro für die Modernisierung der Infrastruktur für schwimmende Offshore-Windkraft erhalten. Zu den ausgewählten Häfen gehören Cherbourg, Brest, Nantes-Saint-Nazaire, Port-la-Nouvelle und Marseille-Fos. Die damit verbundenen Hafenprojekte sollen voraussichtlich Gesamtinvestitionen von fast einer Milliarde Euro auslösen.

Die Mittel werden von der französischen Agentur für Umwelt und Energiemanagement (ADEME) verwaltet und dienen der Modernisierung der Hafeninfrastruktur, um die Fertigung, Montage und Installation von Projekten für schwimmende Windkraft zu unterstützen und Frankreichs Ziel zu erreichen, bis 2040 sechs Gigawatt schwimmende Windkraft zu installieren. Die französische Regierung erklärte am 30. Juli, dass die ausgewählten Projekte darauf abzielen, ein komplementäres Netzwerk industrieller Zentren entlang der Atlantikküste, des Ärmelkanals und des Mittelmeers zu schaffen und die nationale Lieferkette zu stärken.
Die Hafenbetriebsgesellschaft Ports de Normandie gab in einer Pressemitteilung nach Erhalt der Förderung bekannt, dass ihr Projekt zur Modernisierung des Hafens von Cherbourg ein Investitionsvolumen von 30 Millionen Euro umfasst, davon 10,5 Millionen Euro aus ADEME-Mitteln, 18,1 Millionen Euro aus Einnahmen aus Aktivitäten im Bereich erneuerbare Meeresenergie und die restlichen 1,4 Millionen Euro von der Communauté urbaine du Cotentin bereitgestellt werden.
Frankreich beschleunigt den Ausbau der schwimmenden Offshore-Windkraft. Die kürzlich gestartete Ausschreibung AO10 wird eine installierte Leistung von etwas mehr als 10 Gigawatt vergeben, die sieben schwimmende und vier feste Offshore-Windparks umfasst. Die Europäische Kommission hat Anfang dieses Monats einen Plan Frankreichs in Höhe von 63 Milliarden Euro genehmigt, der die Offshore-Windkraft über Differenzverträge (CfDs) unterstützt. Der Plan läuft über 25 Jahre und deckt elf Offshore-Windparks in der Nordsee, im Atlantik und im Mittelmeer ab, mit einer erwarteten Gesamtleistung von bis zu 11,1 Gigawatt und einer jährlichen Stromerzeugung von 47,8 Terawattstunden, was etwa 10,6 % des jährlichen Stromverbrauchs Frankreichs entspricht.










