Deutschland stellt 125 Millionen Euro für drei Fusionscluster bereit – Ziel: weltweit erstes Kernfusionskraftwerk
2026-08-02 10:29
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de.wedoany.com-Bericht: Deutschland Das Bundesforschungsministerium (BMBF) hat die Förderung von drei Innovationsclustern zur Kernfusion angekündigt, um die Entwicklung der Fusionstechnologie zu beschleunigen. Forschungsministerin Dorothee Bär erklärte, das Ziel sei, das weltweit erste Kernfusionskraftwerk in Deutschland zu errichten. Diese Zentren würden unternehmerischen Ehrgeiz mit wissenschaftlicher Exzellenz verbinden, technologischen Fortschritt vorantreiben und einen effektiveren Wissenstransfer fördern.

Deutschland fördert den Aufbau von Wissenschafts- und Unternehmensclustern für das weltweit erste Kernfusionskraftwerk

Kernfusion ist der Prozess, bei dem Wasserstoffatome verschmelzen und enorme Energie freisetzen – ähnlich wie im Inneren der Sonne. Sie gilt seit Jahrzehnten als eine nahezu unerschöpfliche, emissionsfreie potenzielle Energiequelle. Allerdings befindet sich die Technologie noch in der Forschungsphase und ist noch nicht bereit für die kommerzielle Nutzung. In den letzten Jahren haben mehrere wissenschaftliche Durchbrüche weltweit private Investitionen in die Kernfusion angeregt. Die Bundesregierung hat zugesagt, über 2 Milliarden Euro für die Fusionsforschung und Pilotprojekte bis 2029 bereitzustellen. Im März dieses Jahres kam die Nationale Akademie der Wissenschaften und Ingenieurwissenschaften (acatech) zu dem Schluss, dass das Ziel, das weltweit erste Fusionsreaktorkraftwerk in Deutschland zu errichten, bis 2045 erreichbar sei, warnte jedoch, dass dies massive Investitionen und eine erhebliche Beschleunigung des Fortschritts erfordere.

Die drei Innovationscluster konzentrieren sich jeweils auf unterschiedliche technologische Ansätze. Ein Zentrum wird am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching bei München angesiedelt und fokussiert sich auf die Technologie des magnetischen Einschlusses; ein weiteres Zentrum konzentriert sich auf die Laserfusion und wird den XFEL-Röntgenlaser in Hamburg sowie den Standort des ehemaligen Kernkraftwerks Biblis in Hessen einbeziehen; das dritte Zentrum wird um das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) aufgebaut und widmet sich der Brennstoffkreislaufforschung und der Entwicklung neuer Fusionsmaterialien. Die Regierung stellt für diese Initiative zunächst 125 Millionen Euro bereit, die restlichen Mittel müssen durch privates Kapital ergänzt werden.

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