Argentinisches Kupferprojekt Los Azules mit 2,7 Mrd. USD wechselt zum Stromnetz von Mendoza
2026-08-01 17:23
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de.wedoany.com-Bericht: Die argentinische Regulierungsbehörde für Erdgas und Elektrizität (Enrege) hat in der Resolution Nr. 330/26 dem Bergbauunternehmen Vicuña Corp. das Vorrangnutzungsrecht für 90 % der Stromtransportkapazität der Provinz San Juan zuerkannt. Diese Entscheidung stieß bei anderen Bergbauentwicklern der Provinz auf Widerstand, wurde von der Regulierungsbehörde jedoch nicht berücksichtigt. Infolgedessen entschied sich das kanadische Bergbauunternehmen McEwen Copper, die Stromversorgungslösung für sein Superprojekt Los Azules anzupassen, die ursprünglich geplante Anschlussleitung über das Gebiet der Provinz San Juan aufzugeben und stattdessen an das Stromnetz der Provinz Mendoza anzubinden, um über das argentinische Verbundsystem (SADI) Strom zu beziehen.

Nach dem angepassten Plan wird die Stromleitung von der Umspannstation San Jorge (Estación Transformadora San Jorge) in der Provinz Mendoza bis zur Stadt Calingasta in der Provinz San Juan verlängert, wobei die zuvor von den Unternehmen PSJ und DistroCuyo entworfene Stromkorridortrasse genutzt wird. McEwen Copper erklärte, dass die Änderung des provinzübergreifenden Übertragungswegs weder die technische Detailplanung, den Bauzeitplan noch die lokalen Beschäftigungszusagen beeinträchtige, und fügte hinzu, dass die neue Leitung die Stromversorgungskapazität und -zuverlässigkeit in der Region Calingasta verbessern werde.

McEwen Copper bestätigte zugleich, dass das Unternehmen weiterhin den Stromabnahmevertrag mit YPF Luz erfüllen werde, um sicherzustellen, dass der für das Projekt benötigte Strom zu 100 % aus erneuerbaren Quellen stammt. Das Unternehmen schloss eine vorübergehende Einstellung des Betriebs oder langwierige Gerichtsverfahren aus, um Verzögerungen bei den Bauarbeiten zu vermeiden.

Das Projekt Los Azules ist in das argentinische Großinvestitionsförderungssystem (RIGI) aufgenommen worden, mit einem anfänglichen Investitionsvolumen von 2,7 Mrd. USD. Das Projekt plant, direkt an der Lagerstätte Kathodenkupfer zu produzieren, und ist das einzige Projekt weltweiter Größenordnung in Argentinien, das diesen Weg verfolgt. Berichten zufolge kann das Verfahren im Vergleich zu herkömmlichen Methoden den Wasserverbrauch um 74 % reduzieren.

Diese Regulierungsentscheidung offenbart den Wettbewerb zwischen argentinischen Bergbauunternehmen um die Kontrolle über kritische Infrastruktur wie Hochspannungsübertragungsleitungen und Transportrouten. Obwohl das Projekt Los Azules durch den Wechsel zum Stromnetz der Nachbarprovinz den Übertragungsengpass umgehen konnte, spiegelt der Vorfall die angespannte Lage der Stromtransportkapazität im Westen Argentiniens in der Phase der konzentrierten Umsetzung von Bergbauinvestitionen wider.

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