Kosten für Systemdienstleistungen im spanischen Stromnetz steigen 2026 um insgesamt 3,16 Milliarden Euro
2026-08-04 14:04
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Die Kosten für Systemdienstleistungen im Stromnetz machen einen stetig wachsenden Anteil der Stromrechnung aus und haben Haushalte und Unternehmen seit Jahresbeginn 2026 kumuliert mit zusätzlich 3,16 Milliarden Euro belastet – ein Anstieg von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Laut dem achten Bericht des Observatoriums für Kosten der Systemdienstleistungen (Observatorio del Coste de los Servicios de Operación) haben allein in der zweiten Julihälfte diese Dienste die Stromrechnung um 220 Millionen Euro erhöht und zählen damit zu den Hauptfaktoren für den Anstieg des endgültigen Strompreises.

Stromnetze.

Der Bericht weist darauf hin, dass die durchschnittlichen Zusatzkosten dieser Dienste seit Jahresbeginn bei 22,09 Euro pro Megawattstunde liegen und damit nahezu die Netzinfrastrukturkosten erreichen. Im Zeitraum vom 16. bis 31. Juli betrug die Belastung 17,57 Euro pro Megawattstunde. Nach den Daten des Observatoriums entspricht bereits jeder siebte Euro, den Verbraucher für Strom zahlen, nicht mehr dem Energiepreis des Großhandelsmarktes, sondern den Kosten, die durch den Systembetrieb entstehen.

Das Observatorium betont, dass dieser Kostenblock sich von einem vorübergehenden Phänomen zu einem strukturellen Bestandteil der Stromrechnung entwickelt hat. Der im Bericht dokumentierte Verlauf zeigt, dass dieser Anstieg nach mehreren jüngsten Ereignissen beschleunigt wurde, insbesondere seit dem großflächigen Stromausfall vom 28. April 2025, nach dem der sogenannte verstärkte Betriebsmodus häufiger aktiviert wird. Die Initiatoren des Observatoriums sind der Ansicht, dass dieser außergewöhnliche Mechanismus die von Verbrauchern und Industrieunternehmen getragenen Kosten erheblich erhöht.

Das Gewicht der Betriebskosten variiert deutlich zwischen den verschiedenen Verbrauchergruppen. Haushalte mit dem PVPC-Tarif (Preis für freiwillige Kleinverbraucher) verzeichnen dadurch einen Anstieg ihrer Stromrechnung um 6 Prozent, kleine und mittlere Unternehmen um 9 Prozent, während große energieintensive Unternehmen mit 15 Prozent belastet werden. Die Initiatoren des Berichts weisen darauf hin, dass dies im Kontext der beschleunigten Elektrifizierung die Wettbewerbsfähigkeit der spanischen Industrie schwächt. In der zweiten Julihälfte machten die Betriebsdienste 13 Prozent des endgültigen Strompreises aus, während der Anteil des Day-Ahead-Marktes bei 87 Prozent lag.

Angesichts dieser Situation fordern die Mitgliedsorganisationen des Observatoriums mehr Transparenz bei der Bildung dieser Kosten und eine verstärkte Aufsicht durch die Nationale Markt- und Wettbewerbskommission (CNMC), insbesondere im Hinblick auf die Kosten des verstärkten Betriebs. Sie empfehlen zudem, regelmäßig detaillierte Informationen über die betreffenden Mechanismen zu veröffentlichen und einen Ausstiegsfahrplan zu erstellen. Darüber hinaus schlägt das Observatorium vor, regulatorische Reformen zu prüfen, die es erlauben, diese Dienste über die regulierten Kosten des Stromsystems zu finanzieren, anstatt sie vollständig auf den Energiepreis umzulegen, und empfiehlt, die Aussetzung bestimmter Energieabgaben dauerhaft zu verankern, um weitere Strompreiserhöhungen zu vermeiden.

Das Observatorium ist der Auffassung, dass Regulierungs- und Betriebsentscheidungen mit den Zielen der Dekarbonisierung, der industriellen Wettbewerbsfähigkeit und der Energieautonomie im Einklang stehen sollten, da der Anstieg dieser Kosten derzeit die Wettbewerbsfähigkeit der spanischen Wirtschaft untergräbt.

Parallel zur Veröffentlichung des Berichts gab der Spanische Verband der kleinen und mittleren Unternehmen (CEPYME) seinen Beitritt zum Observatorium für Kosten der Systemdienstleistungen bekannt. Der Unternehmensverband erklärte, dass dieser Beitritt die Repräsentativität der Initiative erweitert, indem kleine und mittlere Unternehmen einbezogen werden, sodass nun nahezu alle Wirtschafts- und Industriesektoren Spaniens vertreten sind. Die beteiligten Einrichtungen betonen die Notwendigkeit regulatorischer Maßnahmen, um das Wachstum dieser Kosten einzudämmen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Rahmen der Energiewende zu erhalten.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com