Polens intermodaler Güterverkehr erreicht im ersten Quartal 2026 mit fast 790.000 TEU einen Rekordwert
2026-08-06 09:10
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de.wedoany.com-Bericht: Der polnische Markt für intermodalen Schienengüterverkehr hat im ersten Quartal 2026 einen neuen Transportrekord aufgestellt: Fast 790.000 Standardcontainer (TEU) wurden über intermodale Schienenverkehrsdienste befördert. Der Anteil des intermodalen Verkehrs am gesamten polnischen Schienengüterverkehr erreichte mit 19,2 Prozent den höchsten Stand in der Geschichte.

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Diese Daten wurden vom Logistikunternehmen Rohlig SUUS Logistics veröffentlicht. Das Unternehmen erklärte, der Rekordanteil zeige, dass die Nachfrage nach kombinierten Straßen-Schiene-Lösungen in den in- und ausländischen Lieferketten weiterhin stark wachse und der intermodale Verkehr eine immer wichtigere Rolle im polnischen Frachtnetz spiele. Gleichzeitig wies das Unternehmen darauf hin, dass kontinuierliche Investitionen in die Schieneninfrastruktur und die Umschlagkapazitäten der Terminals unerlässlich seien, um dieses Wachstum fortzusetzen.

Das Kernprinzip des intermodalen Verkehrs besteht darin, dass die Güter während der gesamten Lieferkette in derselben Ladeeinheit bleiben und nur auf Langstreckenabschnitten per Bahn transportiert werden. Diese Methode reduziert Emissionen, erhöht die Resilienz der Lieferketten und bietet Logistikbetreibern angesichts steigender Straßentransportkosten, schwankender Kraftstoffpreise und Fahrermangel eine flexiblere Alternative.

Die Expansion der polnischen Häfen verstärkt zusätzlich den Bedarf an effizienten Schienenanbindungen. Der Hafen von Gdańsk erweitert kontinuierlich seine Containerumschlagkapazität, und auch die Investitionen in das neue Containerterminal in Świnoujście schreiten voran. Diese Häfen bedienen nicht nur den heimischen Markt, sondern auch Kunden in Mittel- und Osteuropa wie Tschechien, der Slowakei, Ungarn und der Ukraine.

Neben dem Hafenverkehr expandiert der intermodale Schienengüterverkehr in Polen auch auf Langstreckenkorridoren nach Italien, Spanien, Portugal, den Benelux-Ländern und Großbritannien. Rohlig SUUS Logistics zufolge sind die ökologischen Vorteile dieser Strecken erheblich: Bei den Diensten nach Italien beispielsweise liegen die CO₂-Emissionen um mehr als 80 Prozent unter denen des Straßentransports.

Trotz der deutlichen Fortschritte ist das Unternehmen der Ansicht, dass der Ausbau der Infrastruktur weiter beschleunigt werden muss. Polen verfügt derzeit über mehr als 40 intermodale Terminals und liegt damit in Europa an siebter Stelle, bei der Netzdichte jedoch nur an achtzehnter Stelle. Kontinuierliche Investitionen in strategische Knotenpunkte wie Małaszewicze und Sławków sowie Modernisierungsprojekte im Schienennetz gelten als entscheidend, um die Kapazität zu erhöhen, Engpässe zu beseitigen und die Netzeffizienz zu verbessern.

Łukasz Rother, Produktmanager für intermodalen Verkehr bei Rohlig SUUS Logistics, erklärte, dass kontinuierliche Infrastrukturinvestitionen Polen helfen würden, seine geografische Lage optimal zu nutzen und seine langfristige Position im europäischen Fracht- und Logistiknetz zu festigen.

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