Microsoft plant Veröffentlichung des Maia-300-Chips im September
2026-08-11 10:39
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de.wedoany.com-Bericht: Am 10. August wurden die Pläne von Microsoft zur Veröffentlichung seines nächsten selbst entwickelten KI-Chips Maia 300 bekannt. Das Produkt soll im Herbst 2026 vorgestellt werden, möglicherweise bereits im September. Der Chip befindet sich derzeit noch in der Phase vor der Veröffentlichung; Microsoft hat weder Architektur, Fertigungsprozess, Rechenleistung, Speicherkonfiguration noch den offiziellen Einsatzzeitpunkt bekannt gegeben.

Eilmeldung | Microsoft plant Veröffentlichung des neuen KI-Chips „Maya 300“ im September

Microsoft verhandelt mit TSMC über die Fertigungskapazitäten für den Maia 300. Ziel ist es, eine Produktionskapazität von über 300.000 Chips zu sichern, die bis 2027 geliefert werden sollen. Die anschließende Kapazitätsplanung könnte auf über eine Million Stück ausgeweitet werden, der genaue Umfang hängt jedoch von der Verfügbarkeit kritischer Komponenten und den Ergebnissen der Kapazitätsverhandlungen beider Seiten ab.

Microsoft plant außerdem, große Cloud-Computing-Kunden wie Anthropic zur Nutzung des Maia 300 zu bewegen, um den Einsatz selbst entwickelter Chips in der Azure-KI-Infrastruktur auszuweiten. Derzeit hat Microsoft jedoch keine entsprechenden Kunden-Tests, Beschaffungs- oder Bereitstellungsvereinbarungen bekannt gegeben; ob der Maia 300 auch externen Azure-Kunden zugänglich gemacht wird, ist ebenfalls noch unklar.

Mit Blick auf den Produktionsumfang erklärte Andrew Wall, General Manager des Azure-Maia-Geschäfts bei Microsoft, das Unternehmen werde weiterhin eigene Chips als Teil seiner langfristigen KI-Infrastrukturstrategie einsetzen, konkrete Produktionszahlen werde man jedoch nicht offenlegen; die derzeit kursierenden Zahlen spiegelten den tatsächlichen Umfang des Projekts nicht genau wider. TSMC hat sich bislang nicht zu den Kapazitätsverhandlungen geäußert.

Der Maia 300 wird die Nachfolge des im Januar 2026 veröffentlichten Maia-200-Inferenzbeschleunigers antreten. Der Maia 200 wird im 3-Nanometer-Verfahren von TSMC gefertigt, verfügt über native FP8- und FP4-Tensorkerne, 216 GB HBM3e-Hochgeschwindigkeitsspeicher, eine Speicherbandbreite von 7 TB pro Sekunde sowie 272 MB On-Chip-SRAM.

Der Maia 200 ist bereits in Microsoft-Rechenzentren in den USA im Einsatz und übernimmt dort vor allem Inferenzaufgaben für Copilot und Azure-KI-Dienste. Microsoft gibt an, dass der Chip pro Dollar mehr Token verarbeiten kann als die bisherigen Chips – eine Steigerung von über 30 %. Die konkrete Leistung des Maia 300 sowie die architektonischen Änderungen gegenüber dem Maia 200 müssen noch von Microsoft offiziell bekannt gegeben werden.

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