de.wedoany.com-Bericht: Die neueste Wirtschaftsprognose des American Cement Association (ACA) zeigt, dass die US-Zementnachfrage voraussichtlich im Jahr 2027 wieder wachsen wird, angetrieben durch die Erholung der Bautätigkeit, und im darauffolgenden Jahr an Dynamik gewinnen dürfte.

Die vom ACA veröffentlichte Sommer-Wirtschaftsprognose geht davon aus, dass die US-Zementverkäufe im Jahr 2027 um 0,4 % zulegen werden, vor allem dank erster Anzeichen einer Erholung im Bereich des Einfamilienhausbaus; bis 2028 soll sich das Wachstum auf 2,6 % beschleunigen, sobald sich die Aktivitäten in allen drei von der Prognose abgedeckten Bausektoren verbessern.
Kurzfristig geht der Verband davon aus, dass hohe Inflation und hohe Zinsen den Bausektor im gesamten Jahr 2026 weiterhin belasten werden. Der ACA führt einen Teil der wirtschaftlichen Unsicherheit auf den zeitlichen Verlauf des Iran-Krieges zurück und erwartet, dass höhere Kosten Bauprojekte weiterhin beeinträchtigen werden.
Der Verband rechnet damit, dass sich die Unsicherheit bis 2027 abschwächen wird. Mit nachlassender Inflation dürfte die US-Notenbank (US Federal Reserve) eine Zinssenkung vornehmen. Obwohl diese Senkung voraussichtlich keine signifikanten Auswirkungen auf die Bausaison des jeweiligen Jahres haben wird, geht der ACA davon aus, dass ihr Zeitpunkt mit dem Beginn der Erholung der Zementverkäufe zusammenfällt.
Der Bau von Rechenzentren entwickelt sich zu einer wichtigen Wachstumsquelle für die Zementnachfrage. Diese Branche macht derzeit 55 % der US-Ausgaben für Bürogebäude aus, gegenüber 40 % im Jahr 2025. Vor diesem Hintergrund hat der ACA seine Einschätzung der Aussichten für den Bau von Rechenzentren nach oben korrigiert und erwartet, dass die jährliche Expansion dieser Branche im Zeitraum 2026 bis 2028 zwischen 625.000 und 725.000 Tonnen Zement verbrauchen wird.
Brian Schmidt, Senior Director für Wirtschaftspolitik und -analyse beim American Cement Association, erklärte, dass Teile der US-Wirtschaft trotz gestiegener Kreditkosten und hoher Inflation weiterhin Widerstandsfähigkeit zeigen. Er wies darauf hin, dass die Verbraucherausgaben und der Arbeitsmarkt weiterhin Belastbarkeit aufweisen, wobei die Frage sei, ob die fragile Wirtschaft durchhalten könne. Der Aktienmarkt habe sich in diesem Jahr insgesamt positiv für Haushalte mit hohem Einkommen entwickelt, doch Abwärtsrisiken wie steigende Ausfall- und Zahlungsverzugsquoten bei einkommensschwächeren Gruppen müssten ebenfalls berücksichtigt werden.





















