de.wedoany.com-Bericht: Das Prince Rupert Gas Transmission-Projekt (PRGT) in Kanada hat eine Bauvereinbarung mit der Surerus Murphy Joint Venture (SMJV) unterzeichnet. Dies ist der erste Onshore-Pipelinebauvertrag, der im Rahmen des PRGT-Projekts vergeben wurde. Das Projektteam plant, auch die weiteren Onshore-Arbeiten an kanadische Bauunternehmen zu vergeben.

Die SMJV wurde von Surerus Pipeline aus Fort St. John, British Columbia, Kanada, und J. Murphy & Sons aus Großbritannien gegründet. Letzteres unterhält Geschäftsstellen in Calgary und Edmonton, Kanada. Die beiden Unternehmen gründeten das Joint Venture im Jahr 2015; es umfasst den Bau von Pipelines, Begleitanlagen und Verdichterstationen.
PRGT hat im Rahmen dieser Vergabe keine Angaben zu den konkreten Abschnitten, die SMJV übernimmt, zum Vertragswert, zur Baulänge oder zum Baubeginn gemacht. Der Vertrag verlangt von SMJV die Erstellung eines Plans zur Beteiligung lokaler und indigener Gemeinschaften. Das PRGT-Projektteam gab an, dass vergleichbare Anforderungen auch für andere Hauptauftragnehmer gelten werden.
PRGT ist eine geplante Erdgaspipeline mit einer Länge von etwa 750 Kilometern, die Erdgas aus dem Nordosten von British Columbia an die Nordwestküste der Provinz transportieren soll, um das geplante Ksi-Lisims-LNG-Projekt mit Rohgas zu versorgen. Ksi Lisims LNG plant den Bau von zwei küstennahen schwimmenden LNG-Produktions- und -Speicheranlagen mit einer geplanten Gesamtkapazität von 12 Millionen Tonnen pro Jahr.
PRGT wurde ursprünglich von TC Energy entwickelt. Die Nisga’a Nation und Western LNG schlossen die Übernahme des Projekts im Jahr 2024 ab; beide halten über die NW Infrastructure Limited Partnership jeweils 50 % der Anteile. Das Projekt startete im selben Jahr mit Bauarbeiten auf Vertragsgebiet des Nisga’a-Vertrags. Der vorliegende Vertrag betrifft daher die Vergabe der Onshore-Hauptbauarbeiten und stellt nicht den ersten Baubeginn des Projekts dar.
Im Juni 2025 bestätigte das Umweltprüfungsamt von British Columbia, dass PRGT den Standard der „wesentlichen Bauaufnahme“ erreicht hat, wodurch die im Jahr 2014 erteilte Umweltverträglichkeitsbescheinigung des Projekts weiterhin gültig bleibt. Die Aufsichtsbehörde erklärte, sie werde die Einhaltung der Umweltauflagen durch das Projekt während der weiteren Bau- und Betriebsphase kontinuierlich überwachen.
Der Bauvertrag für den Offshore-Abschnitt der PRGT-Pipeline wurde im Juli 2026 an das Schweizer Unterwasserpipeline-Bauunternehmen Allseas vergeben. Bechtel ist zudem an der Gesamtausführungsplanung der gesamten Pipeline sowie an der Bewertung und Auswahl der Auftragnehmer beteiligt. Mit der Vergabe des ersten Onshore-Bauvertrags an SMJV hat PRGT nun sowohl einen Auftragnehmer für die Offshore-Arbeiten als auch den ersten Auftragnehmer für die Onshore-Arbeiten vergeben.





















