de.wedoany.com-Bericht: Firehawk Aerospace baut westlich von Lawton, Oklahoma, die „Great Plains Arsenal". Mit dem neuartigen Treibstoffproduktionsverfahren dieser Fabrik lässt sich die Produktionszeit für Raketentreibstoff von etwa 60 Tagen auf rund 6 Stunden verkürzen.

Will Edwards, CEO von Firehawk Aerospace, erläuterte, dass dieses Verfahren auf die eigenständige Arbeit eines Mitbegründers im Jahr 2019 zurückgeht, als das Unternehmen seinen Geschäftsschwerpunkt noch nicht von Weltraumanwendungen auf Verteidigung verlagert hatte. Anders als die langwierigen Misch- und Aushärtungsprozesse herkömmlicher Treibstoffhersteller produziert Firehawk zunächst ein lagerfähiges Hochenergie-Partikelmaterial, das anschließend per 3D-Druck, Formpressen oder Strangpressen zu verschiedenen Treibstoffarten verarbeitet wird.
Edwards sagte: „Ich denke, wir haben den ursprünglich etwa 60-tägigen Prozess auf ungefähr 6 Stunden verkürzt. Dadurch sinken die Kosten erheblich und der Arbeitskräftebedarf wird deutlich reduziert. Wir können die Treibstoffproduktion tatsächlich beschleunigen und gleichzeitig die Kosten erheblich senken." Er erklärte, genau das sei der Grund, warum das Unternehmen die Great Plains Arsenal in Lawton errichte. Seiner Erwartung nach sollte Firehawk spätestens Ende nächsten Jahres – wenn nicht schon Anfang 2028 – der drittgrößte Raketentreibstoffhersteller der USA sein.
Die ersten Produkte dieser Fabrik werden Artillerietriebwerke (artillery motors) sein. Edwards erwähnte, dass Lawton in der Nähe von Fort Sill, dem Standort der Feldartillerie der US-Armee, liege: „Bis nächstes Jahr sollten wir der größte Hersteller von Artillerietriebwerken in den USA sein."
Firehawk hat bereits über 50 Millionen US-Dollar in dieses Projekt investiert und im vergangenen Jahr Investitionen von Hanwha Defense USA und AFWERX erhalten. Edwards erwartet, dass diese Investition über 100 neue Arbeitsplätze schaffen wird, darunter Techniker, Ingenieure, Materialwissenschaftler, Standortleiter und Sicherheitspersonal.
Firehawk plant, im Herbst dieses Jahres mit der Inbetriebnahme der ersten Gebäude zu beginnen, mit dem Ziel, im kommenden Sommer eine Kleinserienproduktion zu starten und bis Ende des kommenden Sommers die Volllastproduktion zu erreichen.





















