de.wedoany.com-Bericht: Die dänische Energieagentur hat kürzlich bekannt gegeben, dass der schwedische Energiekonzern Vattenfall den Zuschlag für zwei Offshore-Windprojekte in der zentralen Nordsee und bei Hesselø erhalten hat, mit einer Mindestplanungskapazität von insgesamt 1,8 Gigawatt. Beide Projekte befinden sich in dänischen Gewässern und sollen bis Ende 2032 fertiggestellt werden.

Das Projekt in der zentralen Nordsee liegt in der Nordsee westlich von Dänemark, mit einer Mindestkapazität von 1 Gigawatt und einer erwarteten jährlichen Stromerzeugung von etwa 4,6 Terawattstunden; das Projekt bei Hesselø liegt im Kattegat zwischen Dänemark und Schweden, mit einer Mindestkapazität von 800 Megawatt und einer erwarteten jährlichen Stromerzeugung von etwa 3,2 Terawattstunden. Nach Fertigstellung der beiden Windparks beträgt die jährliche Gesamtstromerzeugung etwa 7,8 Terawattstunden, was etwa 25 % der dänischen Stromerzeugung im Jahr 2025 entspricht.
Die Projekte nutzen einen zweiseitigen Differenzvertragsmechanismus mit einer Unterstützungsdauer von 20 Jahren. Liegt der Referenzpreis des Strommarktes unter dem Zuschlagspreis, erhält die Projektgesellschaft eine Differenzvergütung; liegt der Referenzpreis über dem Zuschlagspreis, muss die Projektgesellschaft die Differenz an die dänische Regierung zurückzahlen. Die von der dänischen Regierung für die Projekte in der zentralen Nordsee und bei Hesselø festgelegten Obergrenzen für die Nettoförderung betragen 15,7 Milliarden bzw. 21,9 Milliarden dänische Kronen, insgesamt 37,6 Milliarden dänische Kronen.
Die dänische Energieagentur startete die Projektausschreibung im November 2025, die Angebotsfrist endete am 20. Mai 2026. Mit diesem Zuschlag wurde der Projektentwickler bestimmt, jedoch müssen für die beiden Windparks noch Umweltverträglichkeitsprüfungen, technische Planungen, Baugenehmigungen und endgültige Investitionsentscheidungen vorangetrieben werden, bevor die Beschaffungsphase für Windturbinen, Fundamente, Seekabel, Offshore-Umspannwerke und Installationsarbeiten beginnt.
Dänemarks frühere Ausschreibung für subventionsfreie Offshore-Windkraft wurde nach ausbleibenden Angeboten angepasst; die neue Ausschreibungsrunde senkt das Entwicklungsrisiko durch die Einführung von Differenzverträgen und flexibleren Bauvereinbarungen. Vattenfall betreibt derzeit fünf Offshore-Windparks in Dänemark; nach Fertigstellung der neuen Projekte wird die Zahl der in Dänemark betriebenen Offshore-Windparks auf sieben steigen.





















