Japan erwägt Wiederaufnahme des LNG-Tanker-Baus – Ziel: 3 bis 5 Schiffe pro Jahr ab 2035

2026-08-25 16:48
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de.wedoany.com-Bericht: Japan bündelt die Kräfte von Werften, Reedern und den größten heimischen Abnehmern von Flüssigerdgas (LNG), um den Bau von LNG-Tankern wieder aufzunehmen. Seit der Lieferung des letzten inländisch gebauten LNG-Tankers sind inzwischen sieben Jahre vergangen.

Am vergangenen Freitag rief das japanische Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus die Branche zusammen, um mit der Datenerhebung und -berechnung zu geplanten Bestellmengen, Bauzeiten, Werftinvestitionen und Kosten zu beginnen.

Zu den Teilnehmern zählen Imabari Shipbuilding, Kawasaki Heavy Industries und Namura Shipbuilding sowie der Verband der japanischen Schiffbauindustrie (Shipbuilders' Association of Japan), der japanische Reederverband (Japanese Shipowners' Association) und der LNG-Gigant JERA. Auch das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie sowie die Agentur für natürliche Ressourcen und Energie entsandten Regierungsvertreter.

Die japanische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, ab 2035 jährlich drei bis fünf LNG-Tanker bauen zu können. Japan war einst ein führendes Bauland für LNG-Tanker, doch seit 2019 wird dieser Bereich von Südkorea und dem zunehmend erstarkenden China dominiert – seitdem hat Japan keine inländischen LNG-Tanker mehr ausgeliefert.

Die Wiederaufnahme des Baus ist nicht einfach. In der im Sommer veröffentlichten Regierungs-Roadmap wird eingeräumt, dass Japan in den letzten Jahren keine Erfahrung mit dem Bau der derzeit marktüblichen Membran-Tanksysteme gesammelt hat und es an Teilen der notwendigen Produktionsinfrastruktur mangelt. Die drei Werften haben über eine Zusammenarbeit zum Wiederaufbau dieser Fähigkeiten diskutiert und erwägen möglicherweise, auf südkoreanische Technologien und Komponenten zurückzugreifen.

Die Sitzung am Freitag bezog auch die Nachfrageseite in die Gespräche ein. Die Verlader erklärten, sie würden Bestellungen in Erwägung ziehen, wenn die in Japan gebauten Schiffe international wettbewerbsfähig seien; die inländischen Reeder gaben an, wettbewerbsfähige heimische Tonnage bevorzugen zu wollen. Bis Ende letzten Jahres kontrollierten japanische Reedereien und Energiekonzerne rund 200 LNG-Tanker.

Die Regierung wird nun gemeinsam mit der Branche die voraussichtliche Schiffsanzahl, Bauzeiten, Investitionsbedarf sowie Fördermaßnahmen untersuchen, die erforderlich sind, um den Bau von LNG-Tankern in Japan wieder wirtschaftlich tragfähig zu machen.

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