Apple stellt im August neue Macs vor: M6-Chip in 2-Nanometer-Technologie

2026-08-26 11:52
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de.wedoany.com-Bericht: Apple hat umfassende Updates für Mac mini und Mac Studio sowie eine neue Prozessorgeneration angekündigt: Der Mac mini wird mit M6 und M5 Pro angeboten, das Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen mit M4, M4 Pro, M4 Max und M3 Ultra verspricht Apple eine deutliche Leistungssteigerung. Der Fokus liegt auf lokaler KI (Local AI), die sich vor allem an Unternehmenskunden richtet.

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist ungewöhnlich. In den vergangenen Jahren brachte Apple neue Macs erst im Herbst (Oktober oder November) heraus, diesmal jedoch bereits im August. Laut Apple ist der frühere Termin auf die starke Marktnachfrage zurückzuführen – insbesondere durch den Einsatz von KI-Agenten (AI agents) wie OpenClaw, die den Bedarf an leistungsstarken Nachfolgemodellen erhöht hat. Die neuen Macs können ab sofort vorbestellt werden; der offizielle Verkaufsstart ist der 22. September.

Bei der Benennung der Chips weicht Apple von der numerischen Reihenfolge ab: Der M6 überspringt den M5 und ist der erste Apple-Chip, der im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird; M5 Pro, M5 Max und M5 Ultra nutzen weiterhin den 3-Nanometer-Prozess. Zuvor war der M3 Ultra als Sondermodell innerhalb der M4-Serie positioniert, nun überspringt der M6 den M5. Der M5 Ultra verbindet zwei M5-Max-Chips per UltraFusion-Technologie; die Interconnect-Bandbreite steigt von 2,5 TB/s beim M3 Ultra auf 4,4 TB/s.

Der Mac mini mit M6 überspringt bei der Chip-Generation gleich zwei Stufen. Die CPU verfügt über 12 Kerne – darunter 2 Superkerne, 4 Leistungskerne und 6 Effizienzkerne – und bietet eine bis zu 40 % höhere Multithread-Leistung als der M4. Die 12-Kern-GPU bringt erstmals Neural Accelerators in den Mac mini und vervierfacht die KI-Rechenleistung; die Grafikleistung verdoppelt sich. Der Neural Engine wurde auf ein Dual-16-Kern-Design aufgerüstet, die einheitliche Speicherbandbreite erreicht bis zu 170 GB/s – eine Steigerung gegenüber dem M4. Der M6 ist mit bis zu 32 GB einheitlichem Speicher konfigurierbar.

Mac mini

Der M5 Pro debütierte bereits im März 2026 im MacBook Pro und hält nun Einzug in den Mac mini. Laut Apple verarbeitet der Mac mini mit M5 Pro KI-Workloads bis zu viermal schneller und ist mit bis zu 64 GB einheitlichem Speicher konfigurierbar. Die Versionen mit M6 und M5 Pro teilen sich zudem mehrere Verbesserungen: Die Speichergeschwindigkeit ist bis zu doppelt so hoch; der hauseigene N1-Chip von Apple unterstützt Wi-Fi 7 und Bluetooth 6; der kabelgebundene Netzwerkanschluss wurde von bisher 1 Gbit/s auf standardmäßig 2,5-Gigabit-Ethernet aufgerüstet, optional weiterhin gegen Aufpreis auf 10 Gbit/s erweiterbar. Das Kühlsystem bleibt unverändert, der einheitliche Speicher startet bei 16 GB. Auch bei den Anschlüssen unterscheiden sich die beiden Versionen: Der Mac mini mit M6 verfügt über drei Thunderbolt-4-Ports, nur die M5-Pro-Version bietet Thunderbolt 5 – und nur sie ermöglicht es, mehrere Geräte zu einem Cluster für lokale KI-Modelle zusammenzuschließen.

Der M5 Max feierte im Frühjahr sein Debüt im MacBook Pro und ist nun das Herzstück des Mac Studio. Im Vergleich zum Vorgänger M4 Max bietet die 18-Kern-CPU eine um bis zu 30 % höhere Leistung, die 40-Kern-GPU eine um bis zu 50 % höhere Leistung. Jeder GPU-Kern integriert einen Neural Accelerator; Apple zufolge werden KI-Aufgaben bis zu viermal schneller verarbeitet. Das Mac Studio mit M5 Max ist mit bis zu 128 GB einheitlichem Speicher und einer Speicherbandbreite von bis zu 614 GB/s konfigurierbar.

Der M5 Ultra ist der Nachfolger des M3 Ultra. Die 36-Kern-CPU umfasst 12 Superkerne und 24 Leistungskerne und bietet eine um bis zu 30 % höhere Multithread-Leistung als der M3 Ultra. Die 80-Kern-GPU bringt erstmals Neural Accelerators in einen Ultra-Chip und steigert die KI-Rechenleistung um bis zu 4,5-fach; zusammen mit neu gestalteten Shader-Kernen und der dritten Generation der Raytracing-Engine verbessert sich die Grafikleistung um bis zu 80 %. Die einheitliche Speicherbandbreite steigt um 50 % auf 1,2 TB/s, die maximale Kapazität beträgt 512 GB.

Für rechenintensive Szenarien wie das Training von KI-Modellen oder den Betrieb von Modellen mit über einer Billion Parametern lassen sich mehrere Mac Studio über Thunderbolt 5 zu einem Cluster zusammenschließen; Apple setzt dabei auf RDMA (Remote Direct Memory Access) als Grundlage. Auch die Media Engine des M5 Ultra wurde deutlich verstärkt und kann bis zu 33 gleichzeitige 8K-ProRes-422-Videostreams mit 30 fps verarbeiten. Die gesteigerte UltraFusion-Bandbreite des Chips ist die erste echte Verbesserung der Interconnect-Leistung seit Einführung dieser Technologie im Jahr 2022 – möglicherweise auch der Grund, warum Apple den M4 Ultra übersprungen hat.

Was die Preise betrifft, hatte Apple bereits vor einigen Wochen aufgrund der Speicherknappheit die Produktpreise deutlich angehoben. Der Mac mini M6 kostet in der Basiskonfiguration 1049 Euro – deutlich mehr als die 699 Euro des Mac mini M4 vor zwei Jahren und auch mehr als die 949 Euro des jüngsten Mac mini mit M4. Der Mac mini M5 Pro startet bei 1999 Euro (der M4 Pro lag beim Start bei 1649 Euro); das Mac Studio M5 Max kostet ab 2999 Euro (M4 Max: 2499 Euro zum Start); das Mac Studio M5 Ultra startet bei 6599 Euro (M3 Ultra: 4999 Euro zum Start).

Apple erklärte, man werde so viele Geräte wie möglich produzieren – ein Hinweis darauf, dass die Nachfrage das Angebot übersteigen könnte und Kunden mit Wartezeiten rechnen müssen. Die Mac-Studio-Variante mit 512 GB einheitlichem Speicher wird voraussichtlich erst Ende Oktober lieferbar sein.

Die hohen Preise könnten Privatkunden zögern lassen, doch bei Unternehmenskunden sieht die Lage anders aus. Apple setzt auf lokale KI: Unternehmen können die Leistungssteigerung der hauseigenen „KI-Rechen-Engine“ gegen die eingesparten Tokens abwägen, die durch lokale KI statt Cloud-Dienste entstehen; auch Datenschutz und Datensouveränität sprechen für lokale KI. Apple zufolge übertrifft die durch KI ausgelöste Nachfrage nach eigener Hardware die Erwartungen – diese Runde der Upgrades dient dazu, die KI-Strategie weiter voranzutreiben; auch der Wechsel des M6 auf das 2-Nanometer-Verfahren ist ein Signal. Aus Sicht von Apple könnte die größte Herausforderung derzeit nicht der Preis sein, sondern die Fähigkeit, die Nachfrage zu bedienen.

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