Portugal: Lowlow nimmt im Juni großes Logistikzentrum für Sperrgut in Betrieb – Tageszustellkapazität 1.000 Stück

2026-09-01 11:45
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de.wedoany.com-Bericht: Das Logistik- und Betriebszentrum für Sperrgüter von Lowlow in Loures, Portugal, wurde im Juni in Betrieb genommen. Die Anlage erstreckt sich über 8.000 Quadratmeter, davon 3.000 Quadratmeter Innenfläche, verfügt über 8 spezielle Verladerampen und bearbeitet derzeit durchschnittlich etwa 300 Bestellungen pro Tag.

Die Tageszustellkapazität der Anlage beträgt 1.000 Stück; selbst ohne Erweiterung der bestehenden Fläche lässt sich das aktuelle Bearbeitungsvolumen voraussichtlich mehr als verdreifachen. Das Lager ist angemietet, die Immobilie selbst eignet sich bereits für derartige Betriebsabläufe. Lowlow gibt an, dass man auf diese Weise Ressourcen gezielt in den Aufbau des Teams und der Fahrzeugflotte investieren kann.

Die Wahl des Standorts Loures begründet sich in der Nähe zu Lissabon sowie der Anbindung an die wichtigsten Fernverkehrsstraßen der Region. Derzeit bedient das Zentrum die Regionen Lissabon und Tejo-Tal; das Unternehmen plant, bis 2027 auf Porto und bis 2028 auf die Algarve zu expandieren.

Die Logistik für Sperrgüter gewinnt im Geschäft von Lowlow zunehmend an Bedeutung; dieses Marktsegment trägt bereits rund 35 % zum Umsatz bei, während sein Anteil am Gesamtzustellvolumen relativ begrenzt ist. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, dass dieses Geschäft künftig die Hälfte des Umsatzes ausmachen soll. Lowlow stellt fest, dass der Markt für die Zustellung von Sperrgütern in Portugal noch relativ fragmentiert ist und ein geringeres Spezialisierungsniveau aufweist als die Paketzustellung im Kleingutbereich. Das Wachstum des Online-Handels mit Möbeln und großen Haushaltsgeräten, die Förderung des Omnichannel-Einzelhandels sowie die Zunahme von B2B-Lieferungen erhöhen die Nachfrage nach spezialisierten Dienstleistungen.

Rafael Fernandes, Gründer und CEO von Lowlow, erklärt, dass die Nachfrage aus Marktsicht schneller wächst als die Ausweitung des spezialisierten Angebots, insbesondere in den Bereichen B2B und Sperrgut. Er betont, dass solche Dienstleistungen über den reinen Transport zwischen zwei Orten hinausgehen: Es müsse sichergestellt werden, dass die Ware unbeschädigt ankommt, die Installation durchgeführt wird und ein professionelles Team die Leistung zum vereinbarten Zeitpunkt erbringt. Das Betriebszentrum in Loures sei genau auf diesen Marktbedarf hin ausgelegt.

Das Zentrum bietet Lagerung und Bestandsverwaltung, Zustellung der Ware bis zur vom Empfänger angegebenen Etage oder zum gewünschten Raum, Montage, Installation, Rücknahme von Altgeräten, Retouren sowie Reverse-Logistik; zudem ist eine Selbstabholstation eingerichtet. Weitere Leistungen umfassen Terminzustellung, Kommunikation mit dem Empfänger sowie für Geschäftskunden nachvollziehbare Daten und Qualitätskennzahlen.

Alle Mitarbeiter, die die Anlage oder die Wohnräume der Kunden betreten, gehören zum eigenen Team von Lowlow; die Zustellungsarbeiten vor Ort werden nicht outgesourct. Das Zentrum beschäftigt derzeit 8 festangestellte Mitarbeiter, die für Verwaltung, Disposition und Lagerverwaltung zuständig sind. Die aktuellen Haupttätigkeitsbereiche umfassen Möbel, große Haushaltsgeräte, Fachhandel sowie die Belieferung von Gewerberäumen. Das Unternehmen plant zudem, diesen Service auf die Automobil- und Energiebranche auszuweiten, da in diesen Bereichen häufig Schwertransporte mit Installation verbunden sind.

Die Fahrzeugflotte für den Sperrgutbetrieb umfasst insgesamt 22 Fahrzeuge, darunter 8 elektrische Lieferwagen, 10 Containerfahrzeuge, 1 dreiachsiger Schwertransporter, 1 Galera (ein Lastfahrzeug) und 2 Fahrzeuge mit Hubplattform. Von diesen übernehmen die 8 elektrischen Lieferwagen die Zustellung in den Stadtzentren, während die übrigen Fahrzeuge für Einsätze eingesetzt werden, bei denen die aktuelle Nutzlast oder Reichweite für eine elektrische Lösung nicht geeignet ist. Lowlow ist der Ansicht, dass eine vollständige Elektrifizierung der Sperrgutlogistik derzeit technisch noch nicht machbar ist, da Nutzlast und Reichweite großer Elektrofahrzeuge den Transportanforderungen sperriger Güter noch nicht ausreichend entsprechen.

Die neue Anlage bedeutet auch, dass Lowlow in speziellere Geschäftsbereiche der Letzte-Meile-Zustellung vordringt und so Wachstum bewältigen kann, ohne überstürzt die Infrastruktur ausbauen zu müssen. Das Projekt in Loures ist nicht einfach eine Erweiterung des Dienstleistungsangebots, sondern stellt Sperrgüter in den Mittelpunkt der Unternehmenswachstumsstrategie.

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