US-Verkehrsbetrieb Santa Monica investiert 56 Millionen US-Dollar in Ladeinfrastruktur für Elektrobusse
de.wedoany.com-Bericht: Die Santa Monica Department of Transportation (Verkehrsbetrieb Santa Monica) investiert 56 Millionen US-Dollar, um die Umstellung ihrer öffentlichen Fahrzeugflotte auf emissionsfreien Antrieb voranzutreiben. Geplant ist, die gesamte Big-Blue-Bus-Flotte innerhalb von sechs Jahren auf Elektrobusse umzustellen. Dafür wurden ChargePoint und Eaton als Partner für Elektromobilität ausgewählt, die für die Ladeinfrastruktur und die Stromversorgung verantwortlich sind.

Das Projekt soll bis 2026 vollständig integriert sein. Dann werden 130 Gleichstrom-Schnellladepunkte (DC) sowie die zugehörige Energiemanagementtechnologie installiert sein. Die DC-Schnellladepunkte bestehen aus der Express-Plus-Geräteserie von ChargePoint; Eaton liefert Mittelspannungsschaltanlagen, Verteiler, Stromverteilertafeln sowie Ingenieurdienstleistungen für das Energiemanagement.
Die Santa Monica Department of Transportation hat vor etwa fünf Monaten mit den Bauarbeiten für dieses Elektromobilitäts-Infrastrukturprojekt begonnen. Zunächst wurde ein Hochportal-Ladesystem installiert, das bis zu 195 Batterie-Elektrobusse mit Strom versorgen kann. Im Rahmen des Big-Blue-Bus-Projekts sind derzeit bereits 34 emissionsfreie Busse im Einsatz.
Anuj Gupta, Direktor der Santa Monica Department of Transportation, erklärte, dass die Investition in saubere Elektromobilität darauf abziele, der Gemeinde eine gesündere Luft, den Fahrgästen ein ruhigeres und komfortableres Fahrerlebnis und den Mitarbeitern eine sicherere und effizientere Arbeitsumgebung zu bieten. Die neuen Ladelösungen würden jährlich über 10 Millionen Big-Blue-Bus-Fahrten zuverlässig und kostengünstig unterstützen.
Die Finanzierung für die Elektrobus-Expansion von Big Blue Bus stammt hauptsächlich aus einem Zuschuss in Höhe von 53,3 Millionen US-Dollar aus dem kalifornischen Programm „California Transit and Intercity Rail Capital Program“.
Paul Ryan, Vizepräsident und General Manager der Energiewendespate bei Eaton, erklärte, das Projekt in Santa Monica zeige, wie man Kunden dabei helfen könne, ehrgeizige Elektrifizierungsziele in die Tat umzusetzen. Rick Wilmer, CEO von ChargePoint, bezeichnete das Projekt als eine der bisher größten Nahverkehrsinstallationen von ChargePoint. Die skalierbaren Hochleistungsladelösungen erfüllten die komplexen Anforderungen großer Busflotten und halfen Betreibern beim Übergang zum vollelektrischen Betrieb bei gleichzeitiger Senkung der Gesamtbetriebskosten.
Die Flottensoftware von ChargePoint wird zur verbesserten Überwachung der Elektrobusflotte eingesetzt, die sowohl den Linienbetrieb als auch das Betriebsgelände abdeckt und Echtzeitanpassungen sowie Berichte über Nachhaltigkeitserfolge ermöglicht. Zu den zentralen Herausforderungen beim Laden von Elektrofahrzeugen gehören die Auswirkungen auf die Spannung und die Netzinstabilität.
Dies ist eines von mehreren Energiemanagementprojekten von Eaton in Kalifornien. Das Unternehmen hat bereits in 35 Gesundheitseinrichtungen im gesamten Bundesstaat entsprechende Arbeiten vorangetrieben. Im vergangenen Jahr gaben Eaton und ChargePoint eine Partnerschaft bekannt, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in den USA, Kanada und Europa voranzutreiben. Gemeinsam entwickeln sie neue Technologien zur Förderung von bidirektionalem Energiefluss und Vehicle-to-Everything-Fähigkeiten (V2X), die Elektrofahrzeuge in mobile Mikronetze verwandeln können.
Führungskräfte beider Unternehmen stellten diese Partnerschaft im vergangenen Jahr auf der RE+ Konferenz in Las Vegas in Interviews mit EnergyTech.com und Microgrid Knowledge vor. Ryan betonte, dass die Skalierung der Elektrifizierung branchenübergreifende Zusammenarbeit erfordere und kein Unternehmen dies allein bewältigen könne. Wilmer erklärte, dass durch die technologisch fortschrittlichere Integration von Laden, Stromnetz und Fahrzeug vielfältige Werte freigesetzt werden könnten. Die Anzahl der auf begrenzter Fläche ladbaren Fahrzeuge könne erheblich gesteigert werden, was 30 % geringere Investitionsausgaben, 30 % geringere Betriebsausgaben und 30 % weniger physische Stellfläche einspare. Ergänzend fügte er hinzu, dass durch die Umstellung des Lademodus von Wechselstrom auf Gleichstrom und den Einsatz von DC-DC-Wandlern die Leistung der Ladeschränke auf über 1 Megawatt erweitert werden könne.
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