SEAS-Umfrage 2026: 44 % der Befragten erwarten, dass Rechenzentren Singapurs Energieversorgung und Infrastruktur belasten werden

2026-08-31 15:55
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de.wedoany.com-Bericht: Einer vom Sustainable Energy Association of Singapore (SEAS) veröffentlichten Umfrage zufolge wird erwartet, dass die Expansion von Rechenzentren die Energieversorgung und Infrastruktur Singapurs belasten wird; 44 % der Befragten rechnen mit solchen Auswirkungen.

Bei Energiespeicherung und Stromnetz erwarten 31 % der Befragten, dass das Wachstum der Rechenzentren die Nachfrage nach Energiespeicherung und Netzausbau erhöhen wird; 13 % erwarten eine entsprechende Ausweitung der Produktion erneuerbarer Energien, und nur 5 % sehen neue Finanzierungs- und Investitionsmöglichkeiten. Auf der Ebene der KI-Anwendungen sehen die befragten Energieexperten die Haupthindernisse in den Bereichen Datenqualität und -verfügbarkeit sowie Implementierungskosten – beide wurden von jeweils 58 % genannt; weitere 31 % nannten regulatorische Unsicherheiten als Hindernis.

Mit Blick auf ganz Südostasien erwarten 92 % der 100 befragten Energieexperten, dass künstliche Intelligenz in den nächsten fünf Jahren eine wichtige oder mittlere Rolle bei der Energiewende spielen wird. Rund 60 % der Befragten haben bereits KI-Pilotprojekte durchgeführt oder KI-Lösungen eingeführt, wobei 24 % angaben, dass die Umsetzung gut voranschreitet; nur 6 % verfolgen derzeit keine Pläne zur Erforschung von KI-Lösungen. SEAS-Vorsitzender Edwin Khew erklärte, KI könne den Betrieb erneuerbarer Energien durch Ertrags- und Wettervorhersagen, Nachfrage- und Netzreaktion, Batteriespeicherung, Mikronetze und vorausschauende Wartung unterstützen. Khew wies jedoch auch darauf hin, dass sich die Befragten der Einschränkungen bei Datenqualität und -verfügbarkeit bewusst seien; für eine erfolgreiche Anwendung von KI im Netz- und Nachfragemanagement seien Echtzeit-Transparenz durch intelligente Stromzähler und Sensoren sowie Kommunikations- und Dateninfrastruktur erforderlich.

Die Umfrage zeigt, dass 78 % der Befragten der Ansicht sind, die Energiewende in Südostasien schreite langsamer voran als nötig; geopolitische Rückschläge wurden als einer der Gründe genannt. Mehr als 70 % sehen Netzinfrastruktur und regionale Vernetzung als Haupthindernisse. Mit Blick auf das ASEAN-Stromnetz erwarten 24 %, dass kurzfristig bedeutender grenzüberschreitender Stromhandel etabliert wird; 61 % erwarten eine Ausweitung bilateraler und subregionaler Abkommen, während 15 % glauben, dass nationale Prioritäten die regionale Integration weiterhin überwiegen werden.

Die SEAS führte von Juli bis August 2026 online die „Umfrage zum Stand der Energiewende 2026: Wie Geopolitik und künstliche Intelligenz die Energielandschaft Südostasiens neu gestalten" durch, an der 100 Energieexperten aus Südostasien teilnahmen.

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