US-Energiespeicherkapazität übersteigt 2026 die Marke von 175.000 Megawattstunden – fünf Bundesstaaten führen den Ausbau an

2026-08-31 15:59
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Der US-Energiespeichermarkt wächst rasant mit der steigenden Stromnachfrage, und Speichertechnologien sind zu einem entscheidenden Instrument für Netzbetreiber geworden, um Angebot und Nachfrage auszugleichen und Strompreisschwankungen zu dämpfen. Im Jahr 2020 betrug die US-Energiespeicherkapazität 6.000 Megawattstunden; heute übersteigt sie 175.000 Megawattstunden und kann bei einer einzigen Ladung den Strombedarf von mehr als fünf Millionen Haushalten für einen ganzen Tag decken.

Seit 2010 haben 13 Bundesstaaten Maßnahmen zur Erweiterung der Speicherkapazität ergriffen, einige haben ihre gesetzten Ziele bereits übertroffen. Darunter zeigen Kalifornien, Nevada, Illinois, Virginia und Massachusetts vergleichsweise schnelle Fortschritte beim Ausbau der Energiespeicherung und haben jeweils unterschiedliche politische Wege eingeschlagen.

Kalifornien war 2010 der erste Bundesstaat der USA, der ein Beschaffungsziel für Energiespeicher verabschiedete – damals mit dem Ziel, bis 2024 eine installierte Kapazität von 1.825 Megawatt zu erreichen. Der Bundesstaat hat dieses Ziel weit übertroffen; die Speicherkapazität übersteigt derzeit 21.000 Megawatt, und neue Ziele für Langzeitspeicher wurden festgelegt. Die wachsende Batteriekapazität übt bereits Abwärtsdruck auf den Spitzenbedarf an Stromerzeugung im Netz des Bundesstaates aus. Am Abend des 1. August 2026 überstieg die Batterieentladung des größten Netzbetreibers Kaliforniens erstmals 13.000 Megawatt und deckte damit ein Drittel des gesamten Strombedarfs des Bundesstaates.

Nevadas parteiübergreifender Energiespeicherstandard wurde 2017 vom damaligen republikanischen Gouverneur Brian Sandoval als Gesetz unterzeichnet. Seitdem hat der Bundesstaat unter republikanischen und demokratischen Gouverneuren sein Speicherangebot dank einer hohen Übereinstimmung zwischen Versorgungsunternehmen, Regulierungsbehörden und Gesetzgebern schrittweise ausgebaut. Die Nevada Public Utilities Commission hat ein gestaffeltes Ziel von 1.000 Megawatt bis 2030 festgelegt, doch der Bundesstaat hat mit einer installierten Kapazität von derzeit 1.700 Megawatt dieses Ziel vorzeitig übertroffen und belegt landesweit den vierten Platz bei der installierten Speicherkapazität.

Illinois positioniert Energiespeicher als Kernstück seiner Strategie zur Modernisierung des Stromnetzes. Gouverneur J.B. Pritzker unterzeichnete Anfang dieses Jahres den Clean and Reliable Grid Affordability Act, der die Illinois Power Agency verpflichtet, bis 2030 3.000 Megawatt Speicherkapazität zu beschaffen. Das Gesetz fördert zudem unabhängige Speicherprojekte und richtet ein Programm für virtuelle Kraftwerke ein, um dezentrale Energieressourcen wie Haushaltsbatterien zu Spitzenlastzeiten zu mobilisieren. Schätzungen zufolge werden die Maßnahmen den Haushalten und Unternehmen in Illinois in den nächsten 20 Jahren etwa 13,4 Milliarden US-Dollar an Stromkosten ersparen.

Virginia verzeichnet aufgrund der Konzentration von Rechenzentren eine der am schnellsten wachsenden Stromnachfragen in den USA, und steigende Strompreise sind zu einem zentralen Thema für die Wähler vor Ort geworden. Im Jahr 2026 erweiterten Gouverneurin Abigail Spanberger und die Abgeordneten des Bundesstaates die Speicherziele auf der Grundlage des Virginia Clean Economy Act von 2020. Auf Initiative der Solar Energy Industries Association (SEIA) und ihrer Partner sieht der neue Plan Virginias den Zubau von 16.780 Megawatt Kurzzeitspeicher bis 2040 und 4.520 Megawatt Langzeitspeicher bis 2045 vor.

Massachusetts verabschiedete 2018 den vom damaligen Gouverneur Charlie Baker unterzeichneten An Act to Advance Clean Energy und setzte sich das Ziel, bis 2025 eine Speicherkapazität von 1.000 Megawattstunden zu erreichen. Der Bundesstaat hat dieses Ziel bereits im vergangenen Jahr übertroffen und verfügt derzeit über mehr als 1.500 Megawattstunden. Die amtierende Gouverneurin Maura Healey hat den Speicherausbau in der Gesetzgebung von 2024 und in ihren diesjährigen Exekutivanordnungen weiter verstärkt – ein Beispiel dafür, wie Energiespeicher politische Entscheidungsträger um das gemeinsame Ziel vereinen können, das Netz zuverlässig und Strom erschwinglich zu halten. Der Ausbau weiterer Langzeitspeicher ist als nächster Schritt vorgesehen.

Neben diesen fünf Bundesstaaten ziehen auch andere nach. Im Jahr 2025 genehmigte die Georgia Public Service Commission einstimmig einen Integrated Resource Plan, der den Zubau von mehr als 1.500 Megawatt Speicherkapazität vorsieht; Texas ist bereits der zweitgrößte Energiespeichermarkt der USA. Landesweit erkennen politische Entscheidungsträger und Netzbetreiber zunehmend, dass Batterien dazu beitragen, den wachsenden Strombedarf zu decken, die Netzzuverlässigkeit zu erhöhen und Strom genau dann und dort bereitzustellen, wo er am dringendsten benötigt wird. Die politischen Ansätze unterscheiden sich, doch der strategische Vorteil eines robusten Speicherausbaus ist überall derselbe: Speicher verleihen den Bundesstaaten eine flexible Ressource, die dazu beiträgt, das Netz zuverlässig zu halten und den Stromverbrauchern gleichzeitig erschwinglichen Strom zu liefern.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com