Südkorea plant die Umstrukturierung staatlicher Energieunternehmen – KNOC und KOGAS werden fusioniert

2026-09-03 11:00
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de.wedoany.com-Bericht: Am 3. September verabschiedete die südkoreanische Regierung in der 11. Sitzung des Ausschusses für die Betriebsführung öffentlicher Institutionen den „Plan zur Förderung der Funktionsreform öffentlicher Institutionen“. Dieser sieht vor, durch strategische Strukturreformen, die Bündelung doppelter Funktionen sowie die Zusammenlegung von Tochtergesellschaften und kleineren Einrichtungen die Zahl öffentlicher Institutionen und damit verbundener Tochtergesellschaften um 109 zu reduzieren. Davon betreffen strategische Strukturreformen 15 Institutionen, die Bündelung doppelter Funktionen 11 Institutionen und die Zusammenlegung von Tochtergesellschaften und kleineren Einrichtungen 83 Institutionen.

Der Energiesektor steht im Mittelpunkt dieser Anpassungen. Die fünf südkoreanischen Unternehmen Korea South-East Power, Korea Midland Power, Korea Western Power, Korea Southern Power und Korea East-West Power werden zu einem einzigen Unternehmen mit dem vorläufigen Namen „Korea Power“ fusioniert. Das neue Unternehmen plant die Einrichtung einer Hauptabteilung für erneuerbare Energien, die sich auf Großprojekte wie Offshore-Windkraft konzentriert, sowie einer Hauptabteilung für einen gerechten Übergang, die sich mit dem Kohleausstieg befasst. Darüber hinaus sollen drei bis vier regionale Organisationen für erneuerbare Energien für Projekte wie Solarenergie und Onshore-Windkraft eingerichtet werden. Auch die Beschaffung von Brennstoffen und Wartungsmaterialien wird zentralisiert.

Die Korea National Oil Corporation (KNOC) und die Korea Gas Corporation (KOGAS) werden zu einem Unternehmen mit dem vorläufigen Namen „Energy Resources Corporation“ fusioniert, das die Erschließung, Speicherung sowie Angebot und Nachfrage von Öl und Gas vereinheitlicht. Die Ölreserven sowie Teile der Explorations- und Erschließungsfunktionen der KNOC werden in das neue Unternehmen überführt, während Aufgaben wie die Verbesserung der Vertriebsstruktur von Tankstellen an das Korea Institute of Petroleum Management übertragen werden.

Die Korea Coal Corporation wird in ein Abwicklungsverfahren überführt. Alle Bergwerke des Unternehmens wurden bereits geschlossen; bis Ende 2025 belaufen sich die Verbindlichkeiten auf rund 2,59 Billionen KRW. Ohne eigenständige Geschäftstätigkeit fallen jährlich Zinsaufwendungen von über 75 Milliarden KRW an. Die südkoreanische Regierung plant, zunächst die Finanzierungsregelung für die Schuldenbehandlung festzulegen und anschließend die Abwicklung durch entsprechende Gesetzesänderungen voranzutreiben.

Im Bereich der Verkehrsinfrastruktur werden die vier Hafenbetriebsgesellschaften von Busan, Incheon, Ulsan und Yeosu-Gwangyang zu einem Unternehmen mit dem vorläufigen Namen „Korea Port Authority“ fusioniert. Politik- und Planungsfunktionen werden zentral verwaltet, während die vier bestehenden Unternehmen zu regionalen Zweigstellen umgewandelt werden. Auch die Korea Railroad Corporation (KORAIL) und die SR werden fusioniert; Zugfahrplan, Ticketverkaufssysteme sowie Wartungs- und Sicherheitsmanagementsysteme werden vereinheitlicht.

Die südkoreanische Regierung wird von den jeweiligen Fachministerien konkrete Reformpläne für die Institutionen ausarbeiten lassen und diese dem Ausschuss für die Betriebsführung öffentlicher Institutionen vorlegen. Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Gründung, Zusammenlegung und Abwicklung erfordern zudem die Ausarbeitung oder Änderung entsprechender Gesetze. Für die Mitarbeiter der zusammengelegten Institutionen – mit Ausnahme des Managements – gilt grundsätzlich die Übernahme der Beschäftigungsverhältnisse, und die Vergütung und Leistungen vor und nach der Umstrukturierung bleiben erhalten.

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