EU genehmigt 2-Milliarden-Euro-Investitionsplan für den Dekarbonisierungsfonds griechischer Inseln

2026-09-03 16:41
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de.wedoany.com-Bericht: Die Europäische Kommission und die Europäische Investitionsbank (EIB) haben kürzlich den Investitionsplan des Dekarbonisierungsfonds für griechische Inseln genehmigt. Dieser speziell auf Griechenland ausgerichtete Finanzierungsrahmen wurde von der griechischen Regierung, der Europäischen Kommission und der Europäischen Investitionsbank gemeinsam erstellt und umfasst ein Gesamtvolumen von 2 Milliarden Euro (entspricht 2,3 Milliarden US-Dollar). Er soll die Stromverbindungen zwischen den griechischen Inseln und dem Festlandnetz sowie Projekte im Bereich saubere Energie, Energiespeicherung und Elektromobilität auf den Inseln finanzieren. Nach Angaben des griechischen Ministeriums für Umwelt und Energie umfasst der genehmigte Investitionsplan Projekte und Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von etwa 2,3 Milliarden Euro.

Die Mittel des Dekarbonisierungsfonds für Inseln stammen aus dem EU-Emissionshandelssystem (EU ETS). Nach Angaben des griechischen Ministeriums für Umwelt und Energie werden die Ressourcen des Fonds derzeit auf etwa 2 Milliarden Euro geschätzt. Diese Berechnung basiert auf den aktuellen Preisen für Emissionszertifikate im EU-Emissionshandelssystem; die tatsächlich verfügbaren Gesamtressourcen werden je nach Preisentwicklung der Zertifikate während der Betriebsdauer des Fonds schwanken.

Der genehmigte Investitionsplan ist in vier Kategorien unterteilt. Davon werden etwa 1,1 Milliarden Euro für die Stromverbindungen der Dodekanes-Inseln, der Kykladen-Inseln und der Inseln der nordöstlichen Ägäis sowie die damit verbundene Energieinfrastruktur verwendet. Der griechische unabhängige Stromübertragungsnetzbetreiber (IPTO) gab letzte Woche bekannt, dass die Stromverbindung zwischen dem Festland und der Insel Kos in die Bauphase eingetreten ist. IPTO hat den Auftrag für Entwurf, Lieferung und Installation des Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungssystems (HGÜ) zwischen Korinth auf dem Festland und der Insel Kos an Fulgor, eine Tochtergesellschaft von Hellenic Cables, vergeben.

Die zweite Investitionskategorie umfasst 977 Millionen Euro für Projekte im Bereich erneuerbare Energien und Energiespeicherung. In diesem Teil des Investitionsplans wird der Installation von Photovoltaik-Systemen zur Eigenstromerzeugung und Selbstversorgung in Haushalten, Hotels, Restaurants, Geschäften, Büros, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Schulen, öffentlichen Gebäuden und landwirtschaftlichen Anlagen besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die dritte Investitionskategorie umfasst 200 Millionen Euro für den Bau von Mehrzweckstaudämmen und -reservoirs; die vierte Kategorie stellt 56 Millionen Euro für die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge bereit.

Viele griechische Inseln sind bis heute auf die Stromerzeugung mit Diesel angewiesen, was hohe Stromkosten verursacht, die letztlich von allen Stromverbrauchern in Griechenland gemeinsam getragen werden. Das griechische Ministerium für Umwelt und Energie erklärte, dass die Kombination neuer Stromverbindungen mit Projekten für erneuerbare Energien und Energiespeicherung auf den Inseln den Betrieb von Ölkraftwerken reduzieren und die Flexibilität des Stromsystems erhöhen könne. Die zuständigen Institutionen arbeiten derzeit an einer detaillierten Projektplanung für den 2-Milliarden-Euro-Plan.

Griechenland hat in den letzten Jahren auf mehreren Inseln Projekte für saubere Energie mit unterschiedlichen Technologien und Geschäftsmodellen umgesetzt. Auf der Insel Tilos deckt ein privates Hybridkraftwerk, das Solar-Photovoltaik, Windenergie und Energiespeicherung kombiniert, mehr als die Hälfte des jährlichen Strombedarfs der Insel ab; auf der Insel Chalki gibt es ein Photovoltaikkraftwerk im Net-Metering-Betrieb, das den Einwohnern Solarstrom liefert und von privaten Sponsoren an die Insel gespendet wurde. Andere Inseln, darunter Astypalea und Agios Efstratios, verfolgen unterschiedliche Modelle für saubere Energie. Welche Technologierouten der Dekarbonisierungsfonds für Inseln als Nächstes unterstützen wird und wie der Plan einen dauerhaften Rückgang des fossilen Brennstoffverbrauchs auf den Inseln vorantreiben kann, bleibt abzuwarten.

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