S&P: Britischer Bau-PMI sinkt im August auf 44,3 – 20. Monat in Folge im Schrumpfungsbereich

2026-09-05 14:14
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de.wedoany.com-Bericht: Der von S&P Global am 4. September veröffentlichte Einkaufsmanagerindex (PMI) für das britische Baugewerbe zeigt für August einen saisonbereinigten Wert von 44,3, nach 44,7 im Juli – der 20. Monat in Folge unter der Marke von 50. Der Rückgang im Wohnungsbau hat sich beschleunigt, während sich die Schrumpfungsrate im Gewerbebau und im Tiefbau verlangsamt hat.

Der Teilindex für den Wohnungsbau fiel von 41,8 im Juli auf 37,6 und ist damit die einzige der drei Hauptkategorien mit beschleunigtem Rückgang. Befragte Unternehmen berichten von schwacher Kundennachfrage, weniger neuen Projekten und insbesondere unzureichenden Wohnungsbaubeginnen. Der Index für Gewerbebau liegt bei 47,8, wobei der Aktivitätsrückgang auf den geringsten Wert seit Januar geschrumpft ist; der Tiefbauindex beträgt 40,5, der geringste Rückgang seit März, wobei einige Unternehmen eine Verbesserung im Infrastrukturgeschäft vermelden.

Die Auftragseingänge der Bauunternehmen gingen weiter zurück, jedoch mit der geringsten Schrumpfungsrate seit September 2025. Tim Moore, Wirtschaftsdirektor bei S&P Global Market Intelligence, erklärte, dass Verkehrsinfrastruktur, Rechenzentren und Energieprojekte teilweise Unterstützung boten; aufgeschobene Kundenentscheidungen und die durch den Nahost-Konflikt ausgelöste Risikoaversion begrenzten weiterhin die Projektnachfrage.

Da neue Aufträge die abgeschlossenen Projekte nicht ersetzen konnten und der Kostendruck anhielt, bauten die Bauunternehmen weiterhin Personal ab. Allerdings verlangsamte sich der Stellenabbau auf das geringste Tempo seit Februar, während die Nutzung von Subunternehmern erstmals seit fast zwei Jahren wieder zunahm; der Anstieg der Subunternehmervergütungen fiel so gering aus wie seit März nicht mehr.

Der Rückgang der Einkaufsaktivität fiel im August stärker aus als im Juli. Die Gesamtlieferzeiten der Zulieferer blieben weitgehend stabil, wobei einige befragte Unternehmen auf längere internationale Transportzeiten hinwiesen. Treibstoff-, Transport- und Rohstoffkosten stiegen weiterhin, doch der Gesamtanstieg der Inputkosten fiel auf den niedrigsten Wert seit sechs Monaten, da der Preiswettbewerb einiger Zulieferer zunahm.

Für die kommenden zwölf Monate erwarten rund 38 % der befragten Unternehmen einen Anstieg der Bautätigkeit, 20 % einen Rückgang. Die Gesamtzuversicht ging gegenüber Juli zurück; die Befragten nannten mangelndes Kundenvertrauen, unklare Aussichten für die heimische Wirtschaft und geopolitische Konflikte als Haupthemmnisse, während einige Unternehmen auf eine Erholung der Ausschreibungsmöglichkeiten etwa im Gewerbebau hoffen. Die Datenerhebung für diese Umfrage erfolgte vom 12. bis 27. August.

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