Bauarbeiten an 430 Metern MSC-Terminal-Kaje in Aarhus gestartet

2026-09-05 14:10
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de.wedoany.com-Bericht: Am 3. September bestätigte der Hafen Aarhus, dass mit dem ersten Betonguss für die neue 430 Meter lange Kaianlage im Omniterminal-Bereich begonnen wurde. Die aktuellen Arbeiten konzentrieren sich auf den Kopfbalken an der Oberkante der Kaimauer. Die Sandauffüllung im Hafenbereich ist weitgehend abgeschlossen, und auch die mehreren hundert Betonpfähle zur Unterstützung der späteren Kranschienen befinden sich in der Endphase. Die Fertigstellung der neuen Kaianlage wird für Ende 2026 bis Anfang 2027 erwartet.

Die Arbeiten werden von MT Højgaard Danmark ausgeführt, der Auftragswert beträgt 191 Millionen dänische Kronen. Das Projekt trat im September 2025 in die Bauphase vor Ort ein. Die neue Kaianlage ist auf eine Wassertiefe von 14 Metern ausgelegt und wird nach Fertigstellung dem Omniterminal rund 180.000 Quadratmeter zusätzliche Hafenfäche verschaffen. Zudem werden Installationsmöglichkeiten für Landstromanlagen von Containerschiffen vorgesehen.

Die Kaimauer verfügt über ein zweistufiges Verankerungssystem. Der Auftragnehmer arbeitet von Pontons und selbsthubenden Arbeitsplattformen aus, treibt 31 Meter lange Spundbohlen in den Meeresboden und verbindet die vordere Kaimauer mit der Ankerwand über 50 Meter lange Ankerstäbe. Für die Landauffüllung sind rund 340.000 Kubikmeter Sand vorgesehen, davon stammen 240.000 Kubikmeter aus der Baggerung auf See. Rund 700 Betonpfähle bilden das Fundament für zwei Ortbeton-Kranschienenbalken; über die gesamte Kaulänge wird ein Stahlbeton-Kopfbalken errichtet.

Der Hafen Aarhus hat mit der Mediterranean Shipping Group und deren Terminalbetreiber Terminal Investment Limited (TiL) entsprechende Pachtvereinbarungen getroffen. TiL beabsichtigt, eine Fläche von rund 170.000 Quadratmetern zu pachten, um dort einen Containerterminal zu errichten und zu betreiben. Der Hafen hatte zuvor einen Plan zur Fertigstellung des Terminalausbaus bis 2027 vorgelegt.

In den von der Stadt Aarhus im Jahr 2026 veröffentlichten Umweltprüfungsunterlagen wird der geplante Containerterminalbereich mit rund 18 Hektar und einer nutzbaren Kaulänge von 860 Metern angegeben; die erwartete jährliche Umschlagskapazität beträgt maximal rund 800.000 TEU. Für Bau und Betrieb des Terminals ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung sowie die Erteilung der nach § 25 des dänischen Umweltbewertungsgesetzes erforderlichen Genehmigung notwendig. Nach den Erwartungen der städtischen Unterlagen wird der Terminalbau nach Erhalt der erforderlichen Genehmigungen etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen.

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