Rumänisches OMV Petrom erhöht die grüne Wasserstoffkapazität der Raffinerie Petrobrazi auf 55 MW

2026-09-07 16:54
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de.wedoany.com-Bericht: OMV Petrom hat die Lieferung aller 7 Module des zweiten 35-MW-Elektrolyseurs für grünen Wasserstoff an der Raffinerie Petrobrazi abgeschlossen. Zusammen mit dem zuvor gelieferten 20-MW-Elektrolyseur erreicht die Raffinerie Petrobrazi nun eine grüne Wasserstoffkapazität von 55 MW. Die beiden Anlagen sollen zusammen jährlich etwa 8.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren, der im Raffinerieprozess sowie in den im Bau befindlichen Anlagen für nachhaltigen Flugkraftstoff und hydriertes Pflanzenöl eingesetzt wird.

Der zweite 35-MW-Elektrolyseur wird von der deutschen Neuman & Esser geliefert und umfasst insgesamt 7 Elektrolysemodule mit je 5 MW. Die entsprechenden Module sind in den letzten zwei Monaten schrittweise in der Raffinerie Petrobrazi eingetroffen und befinden sich nach Abschluss der Werksabnahmetests nun in der Montagephase vor Ort. Laut der Projektseite von OMV Petrom wurden diese Module sowie die Elektrolyse-Stacks bis zum 31. August an ihrem endgültigen Standort installiert. Die Bauarbeiten vor Ort, Logistik, Komponentenfertigung und Modulmontage werden von Kraftanlagen Romania durchgeführt, in Zusammenarbeit mit lokalen rumänischen Lieferanten.

Das 35-MW-Projekt erhält aus dem rumänischen Nationalen Aufbau- und Resilienzplan eine nicht rückzahlbare Förderung von rund 29 Millionen Euro. Nach der Inbetriebnahme wird eine Jahresproduktion von etwa 4.700 Tonnen grünem Wasserstoff erwartet, wobei der benötigte Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Zusammen mit dem zuvor errichteten 20-MW-Projekt wird die jährliche Produktionskapazität für grünen Wasserstoff in der Raffinerie Petrobrazi voraussichtlich rund 8.000 Tonnen erreichen.

Dieser grüne Wasserstoff fließt direkt in das Raffineriesystem von Petrobrazi ein. Eine der Hauptanwendungen ist die Versorgung der im Bau befindlichen SAF/HVO-Anlage mit einer Jahreskapazität von 250.000 Tonnen. Diese Anlage wird nachhaltigen Flugkraftstoff und hydriertes Pflanzenöl produzieren, wobei als Rohstoffe Pflanzenöle und Altspeisefette dienen. OMV Petrom gibt an, dass diese Kraftstoffe über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg mindestens 65 % weniger CO₂-Emissionen verursachen als herkömmliche Kraftstoffe und gleichzeitig mit der bestehenden Kraftstoffinfrastruktur kompatibel sind.

Das 20-MW-Elektrolyseurprojekt war bereits im März in die Gerätelieferphase eingetreten, als OMV Petrom das erste Elektrolysemodul am Standort empfing und mit der Geräteinstallation sowie dem Netzanschluss begann. Mit dem Eintreffen aller Module des 35-MW-Projekts verfügt die Raffinerie Petrobrazi nun über eine Elektrolysekapazität von 55 MW zur Wasserstofferzeugung. Der Schwerpunkt des Projekts verlagert sich damit von der Gerätefertigung und dem Transport hin zu Installation, Netzanbindung, Inbetriebnahme und anschließendem Betrieb.

Das Petrobrazi-Projekt baut die grüne Wasserstoffkapazität nicht isoliert auf, sondern wird parallel zur Umrüstung der Raffinerie auf nachhaltige Kraftstoffe vorangetrieben. Der 55-MW-Elektrolyseur wird eine wichtige Wasserstoffquelle für die SAF/HVO-Anlage mit einer Jahreskapazität von 250.000 Tonnen darstellen und so eine integrierte Produktionskette aus „erneuerbarem Strom – grünem Wasserstoff – Raffinerie – SAF/HVO“ bilden. OMV Petrom plant, auf diese Weise die Produktionskapazität von Petrobrazi auf dem Markt für nachhaltige Kraftstoffe in Südosteuropa auszubauen.

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