Namibias Cmb-Tech nimmt Afrikas erste vollständig integrierte Grünwasserstoffanlage mit 5-MW-Elektrolyseur in Betrieb

2026-08-30 12:20
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de.wedoany.com-Bericht: Die Grünwasserstoffanlage von Cmb-Tech in Walvis Bay, Namibia, ist offiziell in Betrieb gegangen. Das Projekt wurde von Cmb-Tech gemeinsam mit dem namibischen Unternehmen Ohlthaver & List entwickelt, erstreckt sich über 6,5 Hektar und ist mit rund 7.000 Solarmodulen ausgestattet, darunter eine 5-MW-Offgrid-Solaranlage, ein 5-MW-Protonenaustauschmembran (PEM)-Elektrolyseur sowie eine Batteriespeicherung mit 5,9 MWh. Nach Angaben des Entwicklers handelt es sich um die erste vollständig integrierte Grünwasserstoffanlage Afrikas. Der erzeugte Wasserstoff wird in Dual-Fuel-Lkw und Generatoren eingesetzt, mit späteren Plänen zur Ausweitung auf Schienen- und Seeverkehr. Als einer der ersten Abnehmer plant CMB.TECH, auf dieser Anlage eine wasserstoffbetriebene Frachtlokomotive zu testen. Siemens lieferte die integrierten Elektro-, Automatisierungs- und Sicherheitssysteme für das Projekt; auf dem Gelände befinden sich zudem eine Wasserstofftankstelle und ein Schulungszentrum. Cmb-Tech gab an, dass das Projekt zunächst auf 250 MW und später auf 500 MW erweitert werden soll, mit der möglichen künftigen Produktion von grünem Ammoniak für die Schifffahrt. Die Inbetriebnahme der Anlage stärkt Namibias aufstrebende Wasserstoffindustrie; das Oshivela-Projekt von HyIron hatte bereits im März 2025 die Produktion von grünem Wasserstoff aufgenommen, wobei diese Linie von einem 25-MW-Solarkraftwerk gespeist und mit einem 12-MW-Elektrolyseur ausgestattet ist.

Forscher der japanischen Tohoku-Universität haben in der photokatalytischen Wasserspaltung etwa 1 % titandotiertes Eisenoxid mit rhodiumdotiertem Strontiumtitanat (einem wasserstoffproduzierenden Photokatalysator) kombiniert und dabei eine Wasserspaltungsreaktion im System beobachtet. Elektrochemische Messungen zeigten, dass die Titandotierung den Widerstand des Eisenoxids verringert und seine n-Halbleitereigenschaften verbessert, was die Trennung von photogenerierten Elektronen und Löchern begünstigt und so die Wasserspaltungsaktivität ermöglicht.

Forscher der University of Nottingham in Großbritannien untersuchten die Mikrostruktur von Metallspänen, die bei der Fertigung anfallen, als potenzielles Substrat für wasserstoffproduzierende Katalysatoren. Mithilfe fortschrittlicher Bildgebungstechniken entdeckte das Team nanoskalige Rillen und Grate auf der Oberfläche von weggeworfenem Edelstahl, Titan und Nickellegierungen; diese Mikrostrukturen können als Ankerpunkte für Edelmetalle dienen. Die Forscher lagerten geringe Mengen Platin auf den Abfallmetallen ab und stellten so einen Elektrokatalysator her, der Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff spaltet.

Eine Studie der Durham University in Großbritannien ergab, dass geeignete erschöpfte Nordsee-Öl- und Gasfelder eine Speicherkapazität von 3.659 TWh Wasserstoff bieten könnten, was mehr als sieben Jahren des prognostizierten britischen Strombedarfs im Jahr 2040 entspricht. Die Forscher erklärten, dass die Nutzung dieser Öl- und Gasfelder zur Wasserstoffspeicherung es konventionellen Gaskraftwerken ermöglichen würde, bis 2040 aus dem britischen Stromsystem auszuscheiden. Derzeit konzentrieren sich die britischen Pläne zur Wasserstoffspeicherung hauptsächlich auf Salzkavernen, ohne erschöpfte Öl- und Gasfelder zu berücksichtigen.

Ein Forschungsteam der Seoul National University of Science and Technology (Seoultech) in Südkorea hat ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Steuerungsschema entwickelt, das die Wasserstoffproduktionseffizienz eines Festoxid-Elektrolysezellensystems um 14 % steigert und die Spitzentemperatur im Inneren um 80 % senkt. Die Methode nutzt maschinelles Lernen, um die informativsten Simulationsbedingungen zu identifizieren, wodurch die für die Bestimmung günstiger Betriebsbedingungen erforderlichen Rechenressourcen reduziert und gleichzeitig thermische Spannungen begrenzt werden, die die Lebensdauer der Anlage beeinträchtigen.

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