Nur 6 Projekte der zweiten EU-Wasserstoffauktion abgeschlossen: 381,25-MW-Elektrolyseure erhalten 270,6 Millionen Euro Unterstützung
de.wedoany.com-Bericht: Am 6. September veröffentlichte Axis Intelligence eine statistische Analyse zur Wasserstoffindustrie 2026. Die Daten zeigen, dass die zweite Auktion der Europäischen Wasserstoffbank in der Projektumsetzungsphase deutlich geschrumpft ist: Insgesamt 25 Projekte traten in die Vorbereitungsphase für Finanzhilfevereinbarungen ein, doch letztlich wurden nur 6 Projekte abgeschlossen – eine Umwandlungsrate von 24 Prozent bei der Projektanzahl. Gemessen an der Elektrolyseurkapazität planten die 25 Projekte ursprünglich eine Gesamtkapazität von 3111,96 MW, während die letztlich unterzeichneten Projekte nur 381,25 MW realisierten – 12,3 Prozent des Gesamtumfangs in der Vereinbarungsvorbereitungsphase.

Die zweite Auktion erhielt ursprünglich 61 Gebote. Nach Abschluss der Bewertung durch die Europäische Kommission wurden 15 Projekte für erneuerbaren Wasserstoff zur Unterzeichnung von Finanzhilfevereinbarungen eingeladen. Anschließend zogen sich einige Projekte aufgrund der Neubewertung von Finanzierungsbedingungen, Projektreife und Erfüllungssicherheitsanforderungen zurück, und CINEA ergänzte Projekte aus der Reserveliste in der Reihenfolge der Gebotspreise. Bis zum 20. Januar 2026 befanden sich insgesamt 25 Projekte in der Vereinbarungsvorbereitungsphase, doch letztlich unterzeichneten nur 6 Projekte aus Spanien, Finnland und Norwegen Finanzhilfevereinbarungen. Die Europäische Kommission bestätigte, dass diese 6 Projekte zusammen rund 270,6 Millionen Euro Unterstützung erhalten und voraussichtlich über 10 Jahre etwa 500.000 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff produzieren sowie rund 3,4 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen einsparen werden.
Gemessen am Umfang der realisierten Investitionen entsprachen die 25 Projekte in der Vereinbarungsvorbereitungsphase einem unterstützten Gebotsbetrag von rund 1,9 Milliarden Euro; der letztlich unterzeichnete Betrag lag bei etwa 271 Millionen Euro, was einer Umwandlungsrate von rund 14,3 Prozent entspricht. Die vertraglich geplante Wasserstoffmenge schrumpfte von 3,131 Millionen Tonnen über 10 Jahre auf 492.000 Tonnen, eine Umwandlungsrate von rund 15,7 Prozent. Axis Intelligence berechnete, dass die 19 nicht unterzeichneten Projekte ursprünglich eine Elektrolyseurkapazität von etwa 2731 MW geplant hatten – mehr als das Siebenfache des letztlich realisierten Umfangs.
Axis Intelligence verglich außerdem die drei Auktionsrunden der Europäischen Wasserstoffbank. Die 6 in der ersten Auktionsrunde 2024 abgeschlossenen Projekte verfügten über eine Gesamtelektrolyseurkapazität von 1442 MW und erhielten rund 694 Millionen Euro Unterstützung. Der Umfang der in der zweiten Runde 2026 abgeschlossenen Projekte sank auf 381,25 MW. In der dritten Auktion IF25 befinden sich derzeit 13 Projekte in der Vorbereitungsphase für Finanzhilfevereinbarungen mit einer geplanten Elektrolyseurkapazität von 1160,5 MW und einem entsprechenden Unterstützungsbetrag von rund 1,243 Milliarden Euro.
Nach dem von Axis Intelligence auf Basis der Projektdaten der Europäischen Kommission berechneten Indikator der „Wasserstoffkostenlücke“ stieg das durchschnittlich erforderliche Unterstützungsniveau für europäische Wasserstoffprojekte von rund 0,46 Euro/kg in der ersten Auktionsrunde 2024 auf rund 0,55 Euro/kg in der zweiten Runde und erreichte in der dritten Runde rund 0,87 Euro/kg – ein Anstieg von rund 89 Prozent über zwei Jahre. Diese Daten zeigen, dass europäische Projekte für erneuerbaren Wasserstoff angesichts von Faktoren wie Projektentwicklungskosten, Preisen für erneuerbaren Strom, Finanzierung und Erfüllungssicherheiten weiterhin erheblichem Druck von der Gebotsabgabe bis zur endgültigen Investitionsumsetzung ausgesetzt sind.
Die Europäische Kommission hat bestätigt, dass im Dezember 2026 die vierte Wasserstoffauktion mit einem Budget von bis zu 500 Millionen Euro gestartet wird. Die dritte IF25-Wasserstoffauktion hatte zuvor 58 Gebote aus 11 Ländern erhalten, wobei das angemeldete Volumen das Budget von über 1,3 Milliarden Euro um mehr als das Sechsfache übertraf. Dies zeigt, dass die Bereitschaft zur Entwicklung von grünem Wasserstoff in Europa weiterhin stark ist. Die Tatsache, dass in der zweiten Runde von 25 Projekten in der Vereinbarungsvorbereitung nur 6 abgeschlossen wurden, macht jedoch die Projektfinanzierungsfähigkeit und die tatsächliche Lieferfähigkeit zu wichtigen Auswahlkriterien für Wasserstoffinvestitionen in der nächsten Phase.
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