Philippinische Geothermiebranche drängt auf Reform des Auktionspreismechanismus für grüne Energie

2026-09-07 17:15
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de.wedoany.com-Bericht: Am 7. September schlug der Nationale Geothermieverband der Philippinen (NGAP) eine Anpassung des Auktionspreismechanismus für grüne Energie bei Geothermieprojekten vor und plant, vor der nächsten Auktion für grüne Energie Stellungnahmen an das philippinische Energieministerium und die Energieaufsichtskommission zu übermitteln. Der NGAP hat die technische Arbeitsgruppe wieder einberufen, um die derzeitige Preisfestsetzungsmethode zu bewerten und darauf hinzuwirken, dass die Topografie des Projektstandorts, der Straßenbau, die Errichtung von Bohranlagen sowie die Erschließungsbedingungen in der Vorphase in die Preisbildung einbezogen werden.

Bei der dritten Auktion für grüne Energie auf den Philippinen (GEA-3) wurden für Geothermieprojekte zuvor 100 MW Kapazität vorgesehen, letztlich wurden jedoch nur etwa 30,9 MW zugeschlagen, was einer Zuschlagsquote von rund 31 % entspricht. Der NGAP ist der Ansicht, dass ein einheitlicher Preis die Unterschiede bei den Erschließungskosten zwischen verschiedenen Geothermieprojekten nicht abdecken kann. Insbesondere Projekte in Bergregionen erfordern in der Regel zusätzliche Zufahrtsstraßen, Bohranlagen und begleitende Bauinfrastruktur, wodurch die Vorabinvestitionen deutlich höher ausfallen als in flachem Gelände.

Der NGAP plant, der philippinischen Energieaufsichtskommission vorrangig eine Methode zur Preisfestsetzung auf Grundlage der Projekterschließungsbedingungen vorzulegen und dem Energieministerium Änderungsvorschläge zum GEA-Mechanismus zu unterbreiten. Die bei GEA-3 nicht vollständig zugeschlagenen Geothermiekapazitäten sollen voraussichtlich in die spätere GEA-9 übertragen werden. GEA-9 ist Teil des Zehn-Jahres-Plans des philippinischen Energieministeriums für Auktionen grüner Energie, dessen Ziel die zusätzliche Installation von 25 GW erneuerbarer Kapazität bis 2035 ist. Zuschlagserhalter erhalten einen festen Tarif für grüne Energie mit einer Laufzeit von 20 Jahren.

Das philippinische Energieministerium hat kürzlich zudem vorgeschlagen, die Erschließung der heimischen Geothermieressourcen auszuweiten. Derzeit beträgt die installierte Geothermieleistung auf den Philippinen etwa 2057 MW, während weitere rund 2100 MW an Geothermieressourcen Potenzial für eine weitere Erkundung und Erschließung aufweisen. Auf Grundlage der vom Energieministerium veranschlagten Erschließungskosten von etwa 6 Millionen US-Dollar pro MW wären für die vollständige Erschließung der oben genannten potenziellen Ressourcen Investitionen von rund 12,6 Milliarden US-Dollar erforderlich. Die philippinische Regierung hat einen Risikominderungsmechanismus für Geothermieressourcen in Höhe von etwa 10,7 Milliarden philippinischen Pesos eingerichtet, der über wandelbare Darlehen bis zu 50 % der Bohrkosten übernehmen kann; die vorhandenen Mittel dürften voraussichtlich Projekte mit rund 300 MW unterstützen, für die vollständige Erschließung der 2100 MW an potenziellen Ressourcen sind jedoch zusätzliche Mittel in Höhe von rund 60 Milliarden philippinischen Pesos erforderlich.

Derzeit planen mindestens 12 Geothermiedienstleistungsverträge, diese Risikominderungsmittel zu beantragen, darunter das Amacan-Geothermieprojekt, das die Energy Development Corp. auf Mindanao vorantreibt. Das Unternehmen betreibt derzeit mindestens 16 Geothermiekraftwerke, deren installierte Leistung mehr als die Hälfte der gesamten Geothermieinstallationen auf den Philippinen ausmacht.

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