Indiens POWERGRID erhält Zuschlag für 7,5-GW-Übertragungsprojekt für erneuerbare Energien

2026-09-07 17:21
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de.wedoany.com-Bericht: Am 7. September erhielt die indische Netzgesellschaft POWERGRID den Zuschlag für das Übertragungsprojekt der zweiten Phase des Erneuerbare-Energien-Gebiets Lakadia in Gujarat. Das zwischenstaatliche Übertragungssystem wird im BOOT-Modell (Bauen-Besitzen-Betreiben-Übertragen) errichtet und dient der Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energieprojekten mit einer Leistung von 7500 MW in der Region. POWERGRID bot eine jährliche Übertragungsgebühr von 11.524,9 Millionen Indischen Rupien und erhielt am 3. September die Zuschlagsmitteilung.

Zu den Kernarbeiten des Projekts gehören der Bau der neuen 765/400-kV-Umspannstation Lakadia-II, die Errichtung mehrerer 765-kV-Übertragungsleitungen sowie zugehöriger Abzweig- und Hilfseinrichtungen. Darüber hinaus werden in der Umspannstation Lakadia-II Synchrongeneratoren (Phasenschieber) installiert und in Betrieb genommen.

Aus der offiziellen indischen Übertragungsdienstleistungsvereinbarung geht hervor, dass in der Region Lakadia ein Anschluss von etwa 11 GW an erneuerbarer Erzeugungskapazität geplant ist. Die bestehende Umspannstation Lakadia kann davon bereits 3,5 GW aufnehmen; die verbleibenden 7,5 GW müssen über das neue System Lakadia-II angeschlossen werden. Die Umspannstation Lakadia-II ist mit sechs 765/400-kV-Haupttransformatoren mit je 1500 MVA und zehn 400/220-kV-Haupttransformatoren mit je 500 MVA geplant.

Die Leitungsarbeiten umfassen das Einschleifen der bestehenden 765-kV-Doppelleitung Halvad–Kandla in die Umspannstation Lakadia-II sowie den Neubau der 765-kV-Doppelleitungen Lakadia-II–Ahmedabad und Lakadia-II–Vataman. Das Projekt sieht außerdem die Installation von schaltbaren 330-MVAr-Leitungsdrosselspulen und zugehörigen Blindleistungskompensationsanlagen vor.

Die indische Nationale Übertragungskommission genehmigte das Vorhaben im Januar 2026; das indische Energieministerium genehmigte daraufhin im Februar die Umsetzung im Rahmen eines wettbewerblichen Ausschreibungsverfahrens auf Basis der Übertragungsgebühr. Die geplante Bauzeit des Projekts beträgt 36 Monate. Das System Lakadia-II wird außerdem über gemeinsame Übertragungsanbindungen mit der zweiten Phase von Lakadia, der zweiten Phase von Jam Khambhaliya und der ersten Phase von Jamnagar verbunden und übernimmt die Übertragung des Stroms aus den großen Erneuerbare-Energien-Standorten im Westen Gujarats zu den Lastzentren in Süd-Gujarat und Maharashtra.

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