Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes entwickelt autarke Energieversorgung mit Photovoltaik, Speicher und Wasserstoff für Telekommunikationsstandorte

2026-09-08 16:56
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de.wedoany.com-Bericht: Die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) entwickelt gemeinsam mit Vantage Towers und mehreren Industriepartnern ein modulares autarkes Energiesystem, mit dem Telekommunikationsstandorte bei langanhaltenden Stromausfällen, Naturkatastrophen oder Störungen des öffentlichen Stromnetzes weiterhin mit Strom versorgt werden können.

Telekommunikationsturm

Das Herzstück des Systems bildet ein modularer Energiecontainer, der Photovoltaik, Batteriespeicher, unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) sowie Notstromaggregate mit Wasserstoff- und Flüssiggasbetrieb integriert. Je nach Dauer der Unterbrechung lässt sich die Architektur flexibel kombinieren: Die Batterie übernimmt die Sofortreaktion, während die Stromaggregate dem Standort eine mehrtägige autarke Betriebsfähigkeit ermöglichen.

Ein wichtiges Ergebnis des Projekts ist das am Institut Automotive Powertrain der htw saar unter der Leitung von Thomas Heinze entwickelte Wasserstoff-Stromaggregat. Das Aggregat basiert auf einem modifizierten, für den Wasserstoffbetrieb umgerüsteten Verbrennungsmotor, wird in Serienfertigungstechnologie hergestellt und verfügt über eine Abgasnachbehandlung zur Reduzierung der Stickoxidemissionen (NOx). Nach Angaben der Entwickler liegt der elektrische Wirkungsgrad bei 30 bis 45 Prozent, wobei die geltenden Emissionsgrenzwerte eingehalten werden.

Die Erprobung der Photovoltaik erfolgt auf dem Campus Alt-Saarbrücken, wo eine Demonstrationsanlage mit PV-Tracker installiert ist, die aus 8 Modulen besteht und eine installierte Leistung von 4 kWp aufweist. Nach Einschätzung der Projektentwickler ist die Nachführung insbesondere für Telekommunikationsstandorte attraktiv, deren verfügbare Fläche in der Regel begrenzt ist; an geeigneten Standorten ist zudem geplant, Windkraft ergänzend zur Photovoltaik einzusetzen, um die Stabilität und Vielfalt des erneuerbaren Energiemixes zu erhöhen.

Die Forschenden werden die Demonstrationsanlage auf dem Campus Alt-Saarbrücken nutzen, um das Zusammenspiel der verschiedenen Energiequellen zu untersuchen und die Machbarkeit der Anbindung der betreffenden Technologien an die Energiearchitektur kritischer Infrastrukturen zu bewerten.

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