Linde Deutschland stellt 14 explosionsgeschützte Elektrostapler mit bis zu zwei Tonnen Traglast vor

2026-09-10 17:35
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de.wedoany.com-Bericht: Linde Material Handling hat sein Portfolio an explosionsgeschützten Elektrostaplern aktualisiert und die neuen Modelle Linde E14–E20 EX sowie Linde E16–E20 P EX eingeführt. Die Serie umfasst elektrische Gegengewichtsstapler mit drei und vier Rädern, die für den Einsatz in den ATEX-Zonen 1/21 und 2/22 zugelassen sind. Insgesamt stehen 14 Modelle mit verschiedenen Chassisgrößen und Tragfähigkeiten von bis zu zwei Tonnen zur Verfügung; alle neuen Funktionen und Fahrerassistenzsysteme sind auch in die explosionsgeschützten Versionen integriert.

Die Elektromotoren- und Batteriefertigungsindustrie befindet sich derzeit in einer Expansionsphase. Angetrieben durch den European Chips Act entstehen in vielen Teilen Europas Halbleiterfabriken, um die Abhängigkeit von asiatischen Lieferanten zu verringern; diese Fabriken verwenden gefährliche und hochentzündliche Stoffe. Auch Unternehmen für Elektroschrott- und Batterierecycling richten ATEX-zertifizierte Bereiche ein, in denen ebenfalls explosionsfähige Atmosphären entstehen können und entsprechend geschützte Industriefahrzeuge erforderlich sind. Die kompakten elektrischen Dreira dstapler von Linde eignen sich für enge Lager- und Produktionsumgebungen, während die elektrischen Vierradstapler auch auf unebenen Oberflächen hohe Wendigkeit und hervorragende Stabilität bieten.

Der Umbau der explosionsgeschützten Modelle erfolgt in der Nähe des Linde-Serienwerks in Aschaffenburg. Elke Karnarski, Produktmanagerin für explosionsgeschützte Stapler und Sicherheitslösungen bei Linde Material Handling, erklärt, dass das Team die ersten Prototypen direkt aus der Vorserie bestellt und alle Entwicklungsunterlagen erhalten habe, wodurch es möglich sei, Kunden vergleichsweise schnell explosionsgeschützte Modelle für die anspruchsvollere Zone 1/21 zu präsentieren. Die druckfesten Gehäuse für die elektronischen Komponenten verändern nach der Montage nicht die Fahrzeugkontur; das Sichtfeld und der Beinfreiraum des Staplerfahrers werden nicht durch zusätzliche Gehäuse eingeschränkt, die am Fahrzeugheck oder im Fußraum angebracht sind.

Die explosionsgeschützten Modelle verwenden ein speziell ausgelegtes Antriebssystem und keine Standardmotoren. Für die Sicherheitsanforderungen der Zone 1/21 statten die Ingenieure die Motoren mit speziellen Wicklungen und einer höheren Isolationsklasse aus und integrieren die Sensoren direkt in die Motorwicklung, um die Temperatur kontinuierlich an der Stelle der Wärmeentstehung zu messen. Beide Maßnahmen halten die Temperatur im zulässigen Bereich, während die Motorleistung mit der von Standardmodellen vergleichbar bleibt.

Die explosionsgeschützten Modelle können optional mit einer Rückfahrkamera oder einem Rückfahrradar ausgestattet werden, um die Sicherheit beim Rückwärtsfahren zu erhöhen. Die Kamera kann nach KI-Training Personen von Objekten unterscheiden; das Fahrzeug erkennt den Abstand zu Fußgängern und leitet darauf basierend eine Bremsung ein, während es den Fahrer akustisch warnt und so Reaktionszeit zur Unfallvermeidung schafft. Das Rückfahrradar kann bei Erkennung von Hindernissen die Geschwindigkeit reduzieren oder das Fahrzeug sogar vollständig zum Stillstand bringen. Das Radar berücksichtigt die Fahrgeschwindigkeit, die Last auf den Gabeln, den Lenkwinkel und den Abstand zu Objekten – etwa Gitterboxen, Personen, die hinter dem Fahrzeug gehen, oder Stapler, die von hinten kreuzen –, um die geeignete Bremskraft zu bestimmen und die Bremsung einzuleiten.

Das Assistenzsystem Linde Safety Guard kann zur Festlegung unterschiedlicher Geschwindigkeitsbegrenzungsbereiche verwendet werden. Fährt der Stapler in einen festgelegten ATEX-Bereich ein, wird die Geschwindigkeit automatisch reduziert; nach dem Verlassen kann er wieder beschleunigen. In Zone 2/22 kann das System zudem kreuzende Stapler gegenseitig warnen; automatische Verlangsamung in Kombination mit akustischen und optischen Warnungen verringert das Unfallrisiko. Linde bietet außerdem verschiedene Beleuchtungslösungen wie VertiLights, LED-Lichtleisten und rote Warnlinien, die auf beide Fahrzeugseiten projiziert werden, um die Sicherheit in engen, schlecht beleuchteten und komplex gestalteten Lager- und Produktionsgängen zu verbessern; diese Lösungen sind für explosionsgeschützte Fahrzeuge geeignet.

Die neuen explosionsgeschützten Elektrostapler sind mit einem Heißluftgebläsesystem mit acht Düsen ausgestattet, die jeweils für Windschutzscheibe, Kabineninnenraum und Fußraum vorgesehen sind; das gesamte integrierte System ist für die Zonen 2/22 und 1/21 zertifiziert. Die Fahrzeuge verfügen zudem über eine Vorwärmfunktion, die sicherstellt, dass der Fahrer nach dem Einsteigen in die Kabine sofort Wärme spürt.

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