FID für das Flüssigphasen-Xylol-Isomerisierungsprojekt der Aromatenanlage Nr. 1 von S-OIL erteilt

2026-09-11 15:05
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de.wedoany.com-Bericht: Am 10. September wurde die endgültige Investitionsentscheidung (FID) für das Projekt zur Flüssigphasen-Xylol-Isomerisierung (LPI) der Aromatenanlage Nr. 1 von S-OIL getroffen. Das Projekt wird die von Axens bereitgestellte Technologie zur Flüssigphasen-Xylol-Isomerisierung nutzen. Die Anlage ist für die Installation im S-OIL Aromatics Complex #1 vorgesehen und soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2027 in Betrieb gehen. Beide Parteien hatten bereits Ende 2024 eine Technologielizenzvereinbarung unterzeichnet. Mit der FID geht das Projekt von der Technologielizenzierungsphase in die Engineering-Umsetzungsphase über.

Der Leistungsumfang von Axens umfasst die LPI-Technologielizenzierung, das Prozessdesignpaket sowie technische Dienstleistungen in der Projektumsetzungs- und Inbetriebnahmephase. Die Technologie wird im Xylol-Kreislaufsystem der Aromatenanlage Nr. 1 von S-OIL eingesetzt, um in dem nach der p-Xylol-Abtrennung verbleibenden C8-Aromatenstrom die Zusammensetzung der Xylol-Isomere neu einzustellen und im Verbund mit der bestehenden Gasphasen-Isomerisierungseinheit zu betrieben. Für das Projekt sind der Technologieanbieter, der Prozessweg und der geplante Inbetriebnahmetermin bereits festgelegt.

Die Flüssigphasen-Xylol-Isomerisierungseinheit gehört zum Xylol-Kreislauf der Aromatenanlage. Die von Axens veröffentlichten technischen Unterlagen zeigen, dass dieser Prozessweg zur Behandlung des p-xylol-armen C8-Aromatenstroms aus der p-Xylol-Abtrennungseinheit dient, wobei durch Isomerisierung wieder ein gemischtes Xylol mit nahezu Gleichgewichtszusammensetzung gebildet und anschließend in das nachfolgende Trennsystem zurückgeführt wird. Die im Projekt eingesetzte LPI-Technologie befindet sich im Besitz von ExxonMobil; Axens ist für Lizenzierung und technische Anwendung verantwortlich. Sie ist bereits in mehreren Aromatenanlagen industriell eingesetzt.

Das bestehende Aromatenproduktionssystem von S-OIL umfasst zwei Aromatenanlagen. Den veröffentlichten Unternehmensangaben zufolge beträgt die gesamte Jahreskapazität für p-Xylol etwa 1,85 Millionen Tonnen und die Jahreskapazität für Benzol etwa 600.000 Tonnen. Die Aromatenanlage Nr. 2 wurde 2011 in Betrieb genommen und umfasst ein Xylol-Zentrum Nr. 2 mit einer Jahreskapazität von 1,05 Millionen Tonnen p-Xylol sowie aromatisierungsbezogene Anlagen mit einer Jahreskapazität von 300.000 Tonnen Benzol. Das diesmalige LPI-Projekt wird ausdrücklich in der Aromatenanlage Nr. 1 installiert und ist nicht Teil der Erweiterung der Aromatenanlage Nr. 2.

S-OIL hatte zuvor außerdem das SUPER-Projekt durchgeführt, mit dem bestehende Raffinerie- und Petrochemieanlagen modernisiert wurden, darunter auch die Umrüstung von Aromatenanlagen. Den von dem Unternehmen veröffentlichten Parametern des SUPER-Projekts zufolge stieg nach Abschluss der betreffenden Umrüstungen die p-Xylol-Produktion um etwa 5 % und die Benzolproduktion um mehr als 8 %. Bei der diesmal neu errichteten LPI-Einheit handelt es sich um ein neues Prozessoptimierungsprojekt der Aromatenanlage Nr. 1, dessen Schwerpunkt auf der Anpassung der Isomerisierungskonfiguration im Xylol-Kreislauf liegt.

Die LPI-Technologie von Axens kann in Kombination mit einer Gasphasen-Xylol-Isomerisierungseinheit vom Typ mit Ethylbenzol-Umwandlung eingesetzt werden. Den veröffentlichten technischen Unterlagen zufolge benötigt der Flüssigphasen-Isomerisierungsweg nicht die für Gasphasensysteme erforderlichen Hochtemperatur-Reaktionsbedingungen. Durch Anpassung der Lasten der Flüssigphasen- und Gasphasen-Isomerisierung kann der Energieverbrauch des Xylol-Kreislaufsystems gesenkt werden. Das diesmalige S-OIL-Projekt wird diesen Kombinationsansatz nutzen, um den Betrieb der bestehenden Aromatenanlage zu optimieren.

Nach der derzeitigen Projektzeitplanung haben S-OIL und Axens Ende 2024 die LPI-Technologielizenzvereinbarung unterzeichnet, im September 2026 wurde für das Projekt die FID erteilt, anschließend wird Axens weiterhin das Prozessdesignpaket und technische Unterstützung bei der Projektumsetzung bereitstellen, und die Anlage soll im zweiten Quartal 2027 in Betrieb gehen.

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