Indische Hafenpreise für indonesische Kraftwerkskohle erreichen im September 2026 Vierjahreshoch

2026-09-12 15:59
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de.wedoany.com-Bericht: Die Preise für indonesische Kraftwerkskohle am indischen Hafenmarkt sind in der Bewertungswoche zum 11. September 2026 deutlich im Wochenvergleich gestiegen. Sowohl die Preise für 4.200 GAR (erhaltene Basis) als auch für 5.000 GAR erreichten Vierjahreshöchststände, hauptsächlich gestützt durch eine angespanntere indonesische Versorgung, ein reduziertes Frachtangebot sowie eine aktive Kaufbereitschaft Chinas. Angebotsseitige Beschränkungen stärken die Verhandlungsmacht der Verkäufer; hohe Alternativkosten und feste Frachtraten bieten den indischen Preisen zusätzliche Unterstützung.

Daten zu Schiffsankünften von BigMint zeigen, dass die indonesischen Exporte von Nicht-Kokskohle im August 2026 auf 26,95 Millionen Tonnen (mnt) sanken, ein Rückgang von 16,1 % gegenüber 32,11 mnt im Vorjahresmonat und von 5,7 % gegenüber 28,59 mnt im Juli. Von April bis Juli waren die monatlichen Exporte mit etwa 28 bis 29 mnt relativ stabil; der aktuelle Rückgang spiegelt straffere Produktionskontrollen und strengere Exportaufsicht wider. Das geringere Exportangebot stützt die Angebote der Bergbauunternehmen und begrenzt die Verfügbarkeit von Spot-Frachten am Seefrachtmarkt.

Preisseitig stieg 5.000 GAR im Wochenvergleich um 300 Indische Rupien/Tonne (INR 300/t) auf etwa INR 11.900/t in Kandla und etwa INR 11.800/t in Visakhapatnam (Vizag) und erreichte damit ein Vierjahreshoch, gestützt durch die angespanntere indonesische Versorgung und das begrenzte Spot-Frachtangebot. 4.200 GAR verzeichnete einen stärkeren Anstieg von INR 400/t auf etwa INR 10.000/t in Kandla und etwa INR 9.900/t in Visakhapatnam und liegt damit ebenfalls auf einem etwa vierjährigen Höchststand. 3.400 GAR in Navlakhi stieg um INR 250/t auf etwa INR 8.000/t und erreichte damit ein historisches Hoch seit Beginn dieser Bewertung, da die Nachfrage nach dieser kosteneffizienten Qualität bei eingeschränkter indonesischer Versorgung robust ist. Marktteilnehmer weisen darauf hin, dass 3.400 GAR aufgrund ihrer Kosteneffizienz weiterhin am beliebtesten ist, mit Kaufmengen von etwa 7.000 bis 8.000 Tonnen/Tag. Die relativ stabile Nachfrageerwartung Chinas vor der Goldenen Woche im Oktober bietet der Marktstimmung ebenfalls gewisse Unterstützung.

Bei den Beständen stiegen die Kraftwerkskohlevorräte an den wichtigsten indischen Häfen in Woche 36 im Wochenvergleich leicht um 0,6 %, von 13,40 mnt in Woche 35 auf 13,48 mnt. Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus Bestandsaufbauten in Mundra, Dhamra und Tuticorin, während die Bestände in mehreren anderen Häfen zurückgingen. Vorsichtige Käufe auf dem hohen Preisniveau verhinderten einen stärkeren Anstieg der Hafenbestände. Zum 9. September sanken die Bestände der inländischen Kohlekraftwerke im Wochenvergleich um etwa 7 % auf 25,8 mnt, was nur etwa 8 Tagen Verbrauch entspricht; fast 59 Kraftwerke meldeten kritische Bestandsniveaus. Trotz relativ vorsichtiger Spot-Käufe bleiben die Alternativkosten für importierte Kohle aufgrund der angespannteren inländischen Kohleversorgung hoch.

Auch der breitere indonesische Markt bleibt gestützt. Die FOB-Preise (Free on Board) für 4.200 GAR verzeichneten mit etwa 5 bis 6 USD/t die stärksten Wochengewinne, 3.400 GAR stieg um etwa 1 bis 2 USD/t, und die Preise für 5.800 GAR blieben insgesamt stabil. Die festen indonesischen Referenzpreise in Verbindung mit dem reduzierten Exportangebot deuten darauf hin, dass die indischen Hafenpreise weiterhin angebotsseitige Unterstützung erhalten.

Es wird erwartet, dass die Preise für indonesische Kraftwerkskohle an indischen Häfen kurzfristig fest bleiben und eine moderate Aufwärtstendenz aufweisen, gestützt durch die eingeschränkte indonesische Versorgung, das begrenzte Spot-Frachtangebot, die niedrigen Bestände der inländischen Kraftwerke und die festen Alternativkosten. Anhaltende Käufe Chinas könnten das Seefrachtangebot weiter verknappen. Allerdings beginnen die aktuell hohen Preise die Käuferbeteiligung einzuschränken; Marktteilnehmer berichten von rückläufigen Spot-Abschlüssen, und Käufer zeigen Widerstand gegen Käufe zu hohen Preisen. Angebotsbeschränkungen dürften einen deutlichen Preisrückgang verhindern, doch begrenztes Kaufinteresse und Bedenken hinsichtlich der Erschwinglichkeit könnten weitere Preissteigerungen einschränken.

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