Hyundai Motor Group startet autonomen KI-Daten-Flywheel, Serienproduktion des L2+-Systems für 2028 geplant

2026-09-14 11:33
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de.wedoany.com-Bericht: Am 13. September veranstaltete die Hyundai Motor Group am Hauptsitz von 42dot in der Provinz Gyeonggi, Südkorea, einen Medientag zum autonomen Fahren und gab bekannt, dass das für die Entwicklung des autonomen Fahrens konzipierte „Data Flywheel"-System den Vollbetrieb aufgenommen hat. Zudem wurde der Zeitplan für die Umsetzung der Technologien für autonomes Fahren der Stufen L2+ bis L4 veröffentlicht. Der Konzern plant, in der ersten Hälfte des Jahres 2028 zunächst die Serienproduktion eines auf der NVIDIA-Lösung basierenden L2+-Systems zu starten, in der zweiten Hälfte des Jahres 2028 die L2++-Serienproduktion voranzutreiben, und Fahrzeuge der L2++-Klasse mit der selbst entwickelten Atria AI sollen in der zweiten Hälfte des Jahres 2029 in die Serienproduktion gehen.

Die Hyundai Motor Group vereinheitlicht derzeit die Architektur der autonomen Fahrsensorik von Hyundai, Kia, 42dot und Motional und nutzt das NVIDIA-Ökosystem als standardisierte Grundlage, damit die von verschiedenen Marken und Entwicklungseinheiten erfassten Daten nach einheitlichen Standards in die Trainings-, Validierungs- und Fahrzeugbereitstellungsprozesse einfließen können. Das Data Flywheel arbeitet nach einem geschlossenen Kreislauf: „Fahrzeuge erfassen Daten – KI-Modelltraining – Validierung – Bereitstellung in Serienfahrzeugen – Erzeugung neuer Daten". Serienfahrzeuge werden somit zum Dateneingang für das kontinuierliche Training nachfolgender Modelle für autonomes Fahren.

Der Konzern betreibt derzeit etwa 40 spezielle Datenerfassungsfahrzeuge, die kontinuierlich reale Straßeninformationen sammeln, darunter Szenarien wie Straßenbaustellen, widrige Wetterbedingungen, plötzliche Spurwechsel, Notmanöver, Begegnungsverkehr auf engen Straßen sowie komplexen städtischen Verkehr. Hyundai und Kia verkaufen jährlich über 7 Millionen Fahrzeuge in etwa 190 Ländern und Regionen. Der Konzern plant, mit der schrittweisen Standardisierung der Sensorik in Serienfahrzeugen Daten aus einer größeren Fahrzeugflotte in das Data-Union-Datensystem einzubinden.

Im Rahmen der kurzfristigen Validierungsmaßnahmen plant der Konzern, bis Ende 2026 in Gwangju, Südkorea, einen Praxistest für autonomes Fahren der Stufe L4 auf öffentlichen Straßen zu starten und in Zusammenarbeit mit dem südkoreanischen Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr umfangreiche Straßenvalidierungsdaten zu gewinnen. 42dot treibt parallel das eigenständige End-to-End-System für autonomes Fahren, Atria AI, voran und hat bereits die L2++-Fahrfähigkeiten eines mit diesem System ausgestatteten SDV-Testfahrzeugs in komplexen städtischen Verkehrsumgebungen demonstriert.

Atria AI verfolgt einen End-to-End-Technologieansatz und wird gemeinsam von der Abteilung für fortschrittliche Fahrzeugplattformen der Hyundai Motor Group und 42dot entwickelt. Neben dem bestehenden End-to-End-Modell entwickelt 42dot auch ein Vision-Language-Action-(VLA)-Modell für autonomes Fahren, das visuelle Fahrzeuginformationen mit sprachlicher Schlussfolgerung kombiniert, um komplexe und seltene Szenarien zu bewältigen. Derzeit befindet sich das VLA-Modell in der Validierungsphase; Straßentests und die vollständige Forschungs- und Entwicklungsvalidierung dieser Runde sollen bis Anfang 2027 andauern.

Die Recheninfrastruktur wird synchron mit dem Umfang der Fahrzeugdaten erweitert. Hyundai hatte zuvor bekannt gegeben, dass das KI-Rechenzentrum in SaeManGeum, Südkorea, ab 2029 in Betrieb gehen soll. Die Anlage hat eine Kapazität von 100 MW und kann über 50.000 GPUs beherbergen, um die von den weltweiten Serienfahrzeugen des Konzerns erzeugten Daten für autonomes Fahren und softwaredefinierte Fahrzeuge zu verarbeiten. Die Einrichtung wird mit dem konzerninternen KI-System, den Serienfahrzeugdaten sowie der Trainingsplattform für autonomes Fahren verbunden.

Nach der derzeitigen Roadmap verfolgt der Konzern zwei parallele technologische Wege: Zum einen die Serienproduktion von L2+- und L2++-Fahrzeugen im Jahr 2028 über die NVIDIA-Plattform; zum anderen die kontinuierliche Entwicklung der eigenständigen Atria AI durch 42dot, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2029 in Serienfahrzeugen der L2++-Klasse zum Einsatz kommen soll, um danach auf Basis realer Fahrzeugdaten schrittweise auf höhere Stufen des autonomen Fahrens erweitert zu werden.

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