Airbus A350F tritt in die Phase der Validierung vor dem Erstflug ein – 400 Stunden Flugtests geplant

2026-09-15 10:02
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de.wedoany.com-Bericht: Am 14. September gab Airbus den neuesten Stand der Tests vor dem Erstflug des A350F-Frachtflugzeugs bekannt. Das erste Versuchsflugzeug MSN700 befindet sich in der Vorbereitungsphase für den Erstflug. Das Projekt hat kürzlich die Validierung des „virtuellen Erstflugs" abgeschlossen, bei dem in 13 Simulationsflügen von jeweils etwa 5 Stunden neue Systeme, Flugsteuerungsgesetze sowie bestimmte Systemausfallkombinationen validiert wurden; die anschließenden realen Flugtests sind auf insgesamt etwa 400 Stunden angelegt.

Der A350F übernimmt nicht direkt die aerodynamische Gesamtkonfiguration des A350-1000. Der vordere Rumpfabschnitt hat eine Länge ähnlich dem A350-900, während hinterer Rumpf und Tragflächen auf dem A350-1000 basieren, wodurch ein neues aerodynamisches Modell entsteht und sich auch die Fahrwerksgeometrie ändert. In der Erstflugphase wird zunächst der Direct Law (direkte Steuerungsgesetze) verwendet; nachdem MSN700 die Validierung der Flugsteuerungsgesetze abgeschlossen hat, soll das zweite Versuchsflugzeug MSN701 die weiteren Tests im Normal Law (normale Steuerungsgesetze) durchführen.

Für den virtuellen Erstflug wurde ein Entwicklungs-Simulator verwendet, der mit dem realen Avionik-Teststand verbunden ist. Die Gesamtkonfiguration entspricht etwa 90 % eines tatsächlichen Flugzeugs. Der Testumfang umfasst das Flugsteuerungssystem, das digitale Triebwerkssteuerungssystem sowie die Verfahren der Besatzung bei verschiedenen Ausfallkombinationen. Anfang September absolvierte die Erstflugbesatzung zudem ein spezielles Simulationstraining. Das Erstflugteam besteht aus 2 Piloten, 1 Flugversuchsingenieur und 2 Flugtestingenieuren.

Im Bereich der Bodentests hat der A350F bereits im Juni den Bodenvibrationstest abgeschlossen, mit dem ein Vibrationsmodell der tatsächlichen Zellenstruktur erstellt werden soll. Airbus nutzt zudem das Versuchsflugzeug A350-1000 MSN59, um das Schleppkegel-Testverfahren für die Kalibrierung von Fluggeschwindigkeit, Höhe und Machzahl vorab zu validieren. Beim A350F sollen in der Boden- und Flugphase außerdem Nebelgeneratoren eingesetzt werden, um das Brand- und Rauchmeldesystem des Hauptfrachtraums zu validieren.

Das Zertifizierungsflugprogramm des A350F stützt sich auf die beiden Versuchsflugzeuge MSN700 und MSN701; der gesamte Zertifizierungstestzyklus wird auf etwa 9 Monate geschätzt. MSN700 übernimmt hauptsächlich Tests zu aerodynamischer Leistung, Flugeigenschaften und Autopilotsystem; MSN701 validiert schwerpunktmäßig Systeme wie Klimaanlage sowie Brand- und Rauchdetektion und übernimmt Tests bei hohen und niedrigen Umgebungstemperaturen. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit hat bereits an der Prüfung und Genehmigung des offiziellen Flugtestprogramms mitgewirkt und soll in der offiziellen Zertifizierungsphase ab 2027 weiter an Leistungsflugtests beteiligt werden.

Der A350F hat eine maximale Nutzlast von 111 Tonnen, eine maximale Reichweite von etwa 4700 Seemeilen (8700 Kilometer) und ist mit Rolls-Royce Trent XWB-97-Triebwerken ausgestattet. Airbus plant derzeit, das Muster im Jahr 2027 in Betrieb zu nehmen.

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