Indien fügt im ersten Halbjahr 2026 8,2 GWh Batteriespeicherkapazität hinzu

2026-09-15 14:41
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de.wedoany.com-Bericht: Das indische Unternehmen für erneuerbare Energien Serentica Renewables hat die erste Phase eines 1-GWh-Batteriespeicherprojekts in Indien in Betrieb genommen. Dabei kommt ein zeitlich gestaffeltes Stromabnahmemodell (time-blocked offtake) zum Einsatz, mit dem Ziel, industrielle Nutzer rund um die Uhr mit sauberem Strom zu versorgen.

Der indische Batteriespeichermarkt erreicht eine neue Größenordnung. Im ersten Halbjahr 2026 belief sich der Zubau an Batteriespeichersystemen (BESS) auf 8,2 GWh, während im Vorjahreszeitraum nur 98,4 MWh neu installiert wurden.

Nach Quartalen betrachtet wurden im zweiten Quartal 3,6 GWh neu installiert, was einem Rückgang von 22 % gegenüber dem Rekordzubau des ersten Quartals entspricht. Der aktuell veröffentlichte Bericht von Mercom India Research kommt zu dem Schluss, dass der Markt trotz des leichten quartalsweisen Rückgangs die Pilotphase endgültig hinter sich gelassen hat. Unter dem Zubau des Quartals entfielen fast 98 % auf eigenständige Batteriespeicher, die 83 % der kumulierten installierten Kapazität auf dem indischen Subkontinent ausmachen; weitere 8 % stammten aus Photovoltaik-Projekten mit Speicher.

Ein Anteil von 83 % bei eigenständigen Speichern bedeutet, dass sich der indische Markt schnell vom Co-Location-Modell kommerzieller Photovoltaik-mit-Speicher-Anlagen hin zu dedizierten Netzdienstleistungen verlagert – ein Weg, für den es in reifen Märkten bereits Beispiele gibt. Nach Regionen betrachtet liegt Rajasthan mit einem Anteil von 36 % an der Spitze der kumulierten installierten Batteriespeicherkapazität, gefolgt von Gujarat mit 20 % und Maharashtra mit 5 %.

Der Bericht weist zugleich darauf hin, dass sich die Lücke zwischen Ausschreibungen und Auktionen vergrößert, während die Branche nach Preisen sucht, die mit der Nachfrage übereinstimmen. Im ersten Halbjahr 2026 betrug das gesamte Ausschreibungsvolumen für Speicher 28 GW, während das tatsächliche Auktionsvolumen nur etwa 9 GW erreichte, ein Rückgang von 18 % im Jahresvergleich. Mercom zufolge schwanken die Batteriepreise und die ermittelten Stromtarife (discovered tariffs) weiterhin: Wenn bei einer kürzlichen Auktion deutlich niedrigere Preise auftraten, neigen Beschaffungsstellen dazu, abzuwarten, in der Erwartung, dass die Preise weiter fallen; steigende Preise hingegen veranlassen Käufer zu schnellerem Handeln.

Raj Prabhu, CEO der Mercom Capital Group, erklärt, die Nachfrage nach Speichern wachse. Im ersten Halbjahr 2026 sei die indische Speicherinstallation stark angestiegen, und große eigenständige Batteriespeicherprojekte hätten die Phase der Ausschreibungen und politischen Ankündigungen verlassen und gingen nun in die Umsetzung und Installation über; mit steigendem Photovoltaik-Zubau, höherer Stromerzeugung am Tag, zunehmender Abregelung sowie einem abendlichen Strombedarf, der immer schwerer zu decken ist, wachse auch die Nachfrage nach Speichern. Die Projektpipeline sei groß und die Aussichten seien stark, doch das Tempo des Wachstums hänge davon ab, wie schnell Ausschreibungsvolumen in Auktionen und Zuschläge übergehen und ob Projekte über finanzierbare Verträge, zuverlässige Netzinfrastruktur, stabile Lieferketten und tragfähige Projektwirtschaftlichkeit verfügen.

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