Lars Aagaard, Dänemarks Minister für Klima, Energie und Versorgung, hat die Investition in die Jütland-Wasserstoffpipeline offiziell genehmigt, verlangt jedoch von den beteiligten Wasserstoffunternehmen die Unterzeichnung einer verbindlichen Vereinbarung, um die tatsächliche Nutzung der Pipeline sicherzustellen. Diese Genehmigung gilt für den Plan des Übertragungsnetzbetreibers Energinet Denmark, eine neue Pipeline zu bauen, die in der Region Esbjerg beginnt, durch Werst und Vejen führt und schließlich Fleslev an der dänisch-deutschen Grenze erreicht.

Die Genehmigung basiert auf einer im Februar erzielten parteiübergreifenden parlamentarischen Vereinbarung, die Kredite in Höhe von 7,4 Milliarden dänischen Kronen (rund 1,2 Milliarden US-Dollar) für den Pipelinebau sowie Betriebszuschüsse von bis zu 8,3 Milliarden dänischen Kronen (rund 1,3 Milliarden US-Dollar) vorsieht. Die Produzenten müssen sich jedoch verpflichten, ab 2030 mindestens 0,5 Gigawatt Strom nach Deutschland zu liefern. Michael Linnemann Pedersen, Regionalmanager für Wasserstoffentwicklung bei Energinet, sagte: „Dies ist ein wichtiger und entscheidender Meilenstein. Die politische Einigung über das dänische Wasserstoffsystem setzt das Ziel, dass die Wasserstoffpipeline bis 2030 fertig sein soll, was einem sehr engen Zeitplan entspricht.“ Er betonte, dass alle Genehmigungs- und Regulierungsprozesse unverzüglich voranschreiten müssten.
Energinet plant den Bau einer 45 Kilometer langen unterirdischen Pipeline in der Nähe von Esbjerg und Vejen sowie einer 88 Kilometer langen Erdgaspipeline zwischen Vester und Flenslev. Die Pipeline soll eine Form von „7“ mit einer Gesamtlänge von 133 Kilometern haben. Die Gesamtbaukosten werden auf 6,9 Milliarden DKK geschätzt (berechnet zu Preisen von 2025), und der sozioökonomische Nutzen in den nächsten 30 Jahren dürfte sich auf 6,4 Milliarden DKK belaufen. Voraussetzung für die Umsetzung des Projekts durch Energinet ist, dass die Wasserstoffteilnehmer bestehende Kapazitäten bei zukünftigen Kapazitätsverkäufen buchen, was voraussichtlich im Jahr 2026 der Fall sein wird. Darüber hinaus muss die dänische Regulierungsbehörde für Versorgungsunternehmen der Preisübertragung der Erdgaspipeline zustimmen, und die deutsche Gasunie Deutschland muss eine Wasserstoffpipeline bis zur dänischen Grenze bauen. Die beiden Betreiber rechnen damit, im Jahr 2028 eine Einigung zu erzielen, um gemeinsam den Pipelinebau voranzutreiben und so Wasserstoffexporte nach Deutschland zu ermöglichen.









