Siemens Energy und Oklo kooperieren zur Förderung fortschrittlicher Kerntechnik
2026-02-16 17:11
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Während der globale Dekarbonisierungsprozess voranschreitet, erkundet die Energiewirtschaft durch innovative Kooperationen Wege zur Netto-Null-Emission. Die Kombination fortschrittlicher Spaltungstechnologien mit ausgereiften Stromwandlungssystemen trägt dazu bei, eine sauberere und zuverlässigere Energiezukunft aufzubauen. Die Zusammenarbeit zwischen Siemens Energy und Oklo ist ein typisches Beispiel für diesen Trend.

Oklo hat einen formellen Vertrag mit Siemens Energy unterzeichnet, wonach Siemens für das komplette Design und die Lieferung des Stromwandlungssystems für Oklo's Aurora-Kernkraftwerk verantwortlich sein wird. Diese Vereinbarung ermöglicht es Siemens Energy, mit dem Engineering-Design und dem Beschaffungsprozess zu beginnen und so die Fertigung kritischer Komponenten zu beschleunigen. Durch die Kombination von Oklo's Expertise in fortschrittlicher Spaltungstechnik mit Siemens Energy's Dampfturbinen- und Generatortechnologie streben beide Partner an, kompakte, kohlenstoffarme Energielösungen zu liefern, die Industriestandards entsprechen.

„Wir freuen uns sehr, mit Siemens Energy, einem weltweiten Branchenführer und einem wichtigen strategischen Partner, zusammenzuarbeiten, um die Aurora-Anlage ans Netz zu bringen“, sagte Alexandra Renner, Chief Product Officer bei Oklo. „Die inhärente Sicherheit von Aurora ermöglicht es uns, kommerziell etablierte Stromsysteme wie die Turbinentechnologie von Siemens Energy zu nutzen. Dieser Designansatz verkürzt die Zeitpläne, senkt die Kosten und macht fortschrittliche Kernenergie zu einem einsatzfähigen Produkt. Wir glauben, dass dies ein historischer Schritt für die fortschrittliche Kernenergiebranche ist – ein tatsächlicher Einkauf, der den Fortschritt in Richtung Einsatz und Betrieb demonstriert.“

Oklo's Forschung und Entwicklung im Bereich der schnellen Spaltungstechnologie zielt darauf ab, Industrie und Stromnetze mit stabiler, kohlenstofffreier Energie zu versorgen und gleichzeitig eine inländische Lieferkette für kritische Kernmaterialien aufzubauen. Das Unternehmen treibt auch Technologien zur Wiederaufbereitung von Kernbrennstoff voran, die verbrauchten Brennstoff in neue Energie umwandeln, Abfälle reduzieren und die Ressourceneffizienz steigern. Als erstes Unternehmen, das eine Genehmigung für die Standortnutzung eines kommerziellen fortschrittlichen Spaltungsreaktors vom US-Energieministerium erhalten hat, wird Oklo Brennstoff vom Idaho National Laboratory zugewiesen bekommen und hat einen maßgeschneiderten kombinierten Lizenzantrag bei der US-Atomaufsichtsbehörde (NRC) eingereicht.

Der neue Vertrag ermächtigt Siemens Energy, das detaillierte Design und Engineering der SST-600-Dampfturbine und des SGen-100A-Industriegenerators für Oklo's ersten fortschrittlichen Reaktor – die Aurora-Anlage im Idaho National Laboratory – federführend zu übernehmen. Diese Stromwandlungssysteme sind entscheidende Langzeitkomponenten für den Betriebsstart der Anlage. Da das Aurora-Projekt bereits Unterstützung bei der Brennstoff- und Standortzuweisung erhalten hat, verringert die Beteiligung von Siemens Energy die Risiken in der Lieferkette und Produktion weiter.

„Siemens Energy und Oklo werden die beste Stromversorgungslösung entwickeln“, sagte Tobias Panse, Senior Vice President für Dampfturbinen und Generatoren bei Siemens Energy. „Wir liefern effiziente und zuverlässige Stromversorgungslösungen. Oklo's Design eines kleinen modularen Reaktors passt gut zu Unternehmen mit hohem Strombedarf. Diese Vereinbarung macht unsere Partnerschaft Wirklichkeit.“ Während Oklo sich der Demonstration des kommerziellen Betriebs nähert, stärkt diese Zusammenarbeit die Rolle von Siemens Energy als Partner für Turbinentechnologie im Bereich der sauberen Energie. Gemeinsam schaffen die beiden Unternehmen einen Rahmen für skalierbare und effiziente Kernenergieerzeugung, die ein wesentlicher Bestandteil des künftigen kohlenstoffarmen Energiesystems sein wird.

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