Laut Reuters vom 25. September unterzeichneten Russland und Äthiopien ein Dokument zur Planung und zum Bau eines Atomkraftwerks im ostafrikanischen Land Äthiopien. Dies geht aus einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur (RIA) hervor, der sich auf das staatliche russische Atomenergieunternehmen Rosatom beruft.
Äthiopien verfügt über reiche Bodenschätze wie Gold, Tantal, Lithium und Nickel, die meisten davon werden jedoch in Form von Roherz exportiert, was die Wertschöpfung aus den Mineralien erschwert. Das Korea Institute of Geosciences and Mineral Resources (KIGAM) überträgt seine fortschrittliche Lebenszyklustechnologie für mineralische Ressourcen nach Äthiopien, um seine Ressourcenentwicklungskapazitäten zu stärken.
Der japanische Solarzellen- und Modulhersteller Toyo Solar gab kürzlich offiziell Pläne bekannt, 47 Millionen US-Dollar in der südäthiopischen Stadt Hawassa zu investieren, um dort seine zweite Produktionsanlage für Photovoltaikzellen zu errichten. Durch diesen Schritt erhöht sich die Gesamtkapazität von Toyo Solar in Äthiopien auf 4 GW.
Äthiopien und Russland haben vor Kurzem auf einem hochrangigen Forum in Addis Abeba einen dreijährigen Kooperationsplan im Bereich der Nukleartechnologie unterzeichnet. An der feierlichen Unterzeichnung nahmen Dr. Belete Mollo, äthiopische Ministerin für Innovation und Technologie, und Maxim Reshetnikov, russischer Minister für wirtschaftliche Entwicklung, teil.