Äthiopien und Russland haben vor Kurzem auf einem hochrangigen Forum in Addis Abeba einen dreijährigen Kooperationsplan im Bereich der Nukleartechnologie unterzeichnet. An der feierlichen Unterzeichnung nahmen Dr. Belete Mollo, äthiopische Ministerin für Innovation und Technologie, und Maxim Reshetnikov, russischer Minister für wirtschaftliche Entwicklung, teil.
Der neue Fahrplan basiert auf den Vereinbarungen, die während des Russland-Afrikanischen Wirtschafts- und Humanitären Forums 2023 in St. Petersburg erzielt wurden. Im Rahmen der Vereinbarung werden beide Seiten die Möglichkeit prüfen, in Äthiopien Kernkraftwerke zu entwickeln und ein Zentrum für Nuklearwissenschaft und -technologie zu errichten. Gleichzeitig werden sie die nukleare Infrastruktur Äthiopiens stärken, technische Besuche und Schulungen organisieren und das lokale Fachwissen im Bereich der Atomwissenschaft erweitern.
Der russische Wirtschaftsminister Reschetnikow sagte, die beiden Länder hätten zudem beschlossen, gemeinsame Projekte ins Leben zu rufen, die aus einem im Jahr 2025 einzurichtenden Sonderinvestitionsfonds finanziert werden sollen. Beide Seiten einigten sich darauf, das nächste Treffen der russisch-äthiopischen zwischenstaatlichen Kommission für wirtschaftliche, wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit und Handel im Juni in Moskau abzuhalten, um die Kooperation weiter voranzutreiben.
Dr. Belete Mollo betonte die Bereitschaft Äthiopiens, die Nukleartechnologie in den Bereichen Gesundheitswesen, Landwirtschaft und Energie einzusetzen. Der unterzeichnete Fahrplan ist zudem Teil umfassenderer Gespräche zwischen Äthiopien und Russland über die Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Investitionen, Bildung und Technologietransfer. Während Moskau seine nuklearen Partnerschaften in Afrika stärkt, ist Äthiopien bestrebt, die Nukleartechnologie in seine wirtschaftliche Entwicklung zu integrieren.
Darüber hinaus traf sich Reshetnikov mit dem äthiopischen Investitionskommissar Zelalem Temesgen, um die Möglichkeit einer Stärkung der Investitionsbeziehungen und der Entwicklung gemeinsamer Projekte in Sektoren wie Bergbau, Landwirtschaft, Energie, Handel und Tourismus zu besprechen. Beide Seiten einigten sich darauf, ein Wirtschaftsforum abzuhalten, um konkrete gemeinsame Projekte zu identifizieren.
Zur russischen Delegation in Ägypten gehören auch die Vorsitzende des Föderationsrates, Valentina Matviyenko, Gesundheitsminister Mikhail Murashko und Andrei Maslov, Direktor des Moskauer Zentrums für Afrikastudien. Die Delegation traf sich mit dem äthiopischen Premierminister Abiy Ahmed Ali, und Matviyenko lobte den Beitritt Äthiopiens zu BRICS und sagte, dieser würde neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten in internationalen Foren wie den Vereinten Nationen eröffnen.








