Schwedische Studie zeigt: Niedrig dosierte Immuntherapie bei Melanomen kann Wirksamkeit verbessern und Nebenwirkungen reduzieren
2025-12-08 10:04
Quelle:Karolinska Institut
Merken

Eine neue Studie, veröffentlicht im *Journal of the National Cancer Institute*, legt nahe, dass niedrigere Dosen zugelassener Immuntherapien gegen malignes Melanom eine bessere Tumorsuppression bei gleichzeitig reduzierten Nebenwirkungen bewirken können. Die Studie wurde von Forschern des Karolinska Instituts in Schweden durchgeführt.

„Die Ergebnisse sind für die Onkologie sehr interessant, da wir festgestellt haben, dass niedrigere Dosen von Immuntherapeutika nicht nur die Nebenwirkungen deutlich reduzieren, sondern auch Tumore effektiver bekämpfen und das Überleben verlängern“, so die Hauptautorin der Studie, Hildur Helgadotil, Forscherin in der Abteilung für Tumorpathologie am Karolinska Institut. Sie leitete diese retrospektive Analyse von fast 400 Patienten mit fortgeschrittenem, inoperablem malignem Melanom.

In Schweden werden niedrigere Dosen von Ipilimumab (dem Bestandteil dieser Kombinationstherapie mit signifikanten Nebenwirkungen) zunehmend in die klinische Praxis eingeführt. Helgadotil wies darauf hin: „In Schweden haben wir mehr Freiheit bei der Wahl der Dosierung für unsere Patienten, während in vielen anderen Ländern die Dosierung aufgrund von Erstattungsbeschränkungen in der Regel strikt den behördlichen Vorgaben entsprechen muss.“ Forschungsdaten zeigten, dass Patienten, die niedrig dosiertes Ipilimumab in Kombination mit Nivolumab erhielten, eine objektive Ansprechrate von 49 % erreichten, verglichen mit 37 % bei Patienten, die die konventionelle, zugelassene Dosierung erhielten. Das mediane progressionsfreie Überleben betrug in der Niedrigdosisgruppe 9 Monate und in der Gruppe mit konventioneller Dosierung 3 Monate. Das mediane Gesamtüberleben lag in der Niedrigdosisgruppe bei 42 Monaten und war damit signifikant länger als die 14 Monate in der Gruppe mit konventioneller Dosierung. Darüber hinaus lag der Anteil der Patienten mit schweren Nebenwirkungen in der Niedrigdosisgruppe bei 31 %, im Vergleich zu 51 % in der Gruppe mit konventioneller Dosierung.

Helgadotil erklärte: „Neuartige Immuntherapien sind sehr wirksam, können aber auch schwere Nebenwirkungen verursachen. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass niedrigere Dosierungen es mehr Patienten ermöglichen, die Behandlung über einen längeren Zeitraum fortzusetzen, was potenziell die Wirksamkeit verbessern könnte.“ Die Vorteile der Niedrigdosisgruppe blieben auch nach Berücksichtigung von Faktoren wie Alter und Tumorstadium bestehen. Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelte, konnte kein kausaler Zusammenhang eindeutig nachgewiesen werden; die Ergebnisse liefern jedoch wichtige Anhaltspunkte für nachfolgende prospektive klinische Studien.

Weitere Informationen: Titel: Evaluation des Reverse-Dose-NIVO3+IPI1-Regimes bei Patienten mit fortgeschrittenem, nicht resezierbarem Melanom, veröffentlicht in: *Journal of the National Cancer Institute* (JNCI) (2025). Zeitschrifteninformationen: *Journal of the National Cancer Institute*

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com