Brasilianisches Forschungsteam entwickelt Extraktionstechnologie mit hohem Mehrwert aus Sojaschrot und Kakao-Nebenprodukten
2025-12-08 10:07
Quelle:FAPESP
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Forscher der Staatlichen Universität Campinas in Brasilien haben kürzlich ein nachhaltiges Extraktionsverfahren entwickelt, das die effiziente Gewinnung von Isoflavonen aus Sojaschrot und die Verbesserung ihrer Bioverfügbarkeit ermöglicht. Diese technologische Entwicklung eröffnet neue Wege für die wertschöpfende Nutzung landwirtschaftlicher Nebenprodukte.

Isoflavone finden breite Anwendung in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Traditionelle Extraktionsmethoden sind oft zeitaufwändig und erfordern den Einsatz toxischer Lösungsmittel. Pedro Henrique Santos, Lebensmittelingenieur an der Fakultät für Angewandte Wissenschaften der Universität, erklärte: „Unsere Forschung zielt darauf ab, dieses Problem durch eine innovative und nachhaltige Technologie zu lösen, die umweltfreundliche Lösungsmittel unter Hochdruck mit Ultraschall kombiniert, um die Extraktion zu optimieren.“ Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift *Food Chemistry* veröffentlicht.

Nachdem die optimale Extraktionsmethode ermittelt worden war, nutzte das Forschungsteam ein enzymatisches Hydrolyseverfahren, um Isoflavone in Genistein und Daidzein umzuwandeln, die vom menschlichen Körper leichter aufgenommen werden. Santos betonte, dass durch diesen kombinierten Schritt in kürzerer Zeit und auf vollständig nachhaltige Weise ein Extrakt gewonnen werden kann, der reich an den aktiven Formen von Isoflavonen ist. Gleichzeitig weist der Extraktionsrückstand einen hohen Proteingehalt auf und eignet sich daher für die Herstellung von Tierfutter oder pflanzlichen Eiweißpräparaten. So wird ein Nebenprodukt doppelt und wertvoll genutzt.

Forscher desselben Labors konzentrieren sich auch auf Nebenprodukte der Kakaoverarbeitung. Sie arbeiten an der Entwicklung neuer Methoden zur Wertsteigerung von Kakaobohnenschalen. Der Verfahrens- und Biotechnologieingenieur Felipe Sánchez Braganiolo erklärte, dass Kakaobohnenschalen zwar aufgrund ihres hohen Ballaststoffgehalts häufig entsorgt werden, die darin enthaltenen Verbindungen jedoch Potenzial für Anwendungen in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie bieten.

Das Forschungsteam nutzte in Zusammenarbeit mit Partnern in Spanien und Australien ein Hochdrucksystem mit Wasser und Ethanol als sicheren Lösungsmitteln zur Extraktion und Trennung von Verbindungen aus Kakaobohnenschalen. Dieses System ist mit einem intelligenten Filter verbunden, der die Verbindungen anhand ihrer hydrophilen oder ethanolophilen Eigenschaften in verschiedene Komponenten trennt. Braganiolo erklärte, dass diese Technologie die gezielte Anreicherung und Trennung von Theobromin, Koffein und phenolischen Verbindungen ermöglicht.

Diese Forschungsergebnisse demonstrieren das Anwendungspotenzial in der Rohstoffqualitätskontrolle und der gezielten Produktion spezifischer Komponenten. Diese Arbeiten stellen einen bedeutenden Fortschritt bei der Steigerung des ökonomischen und ökologischen Werts von landwirtschaftlichen Nebenprodukten dar, und die zugehörigen Technologien bieten eine Referenz für die nachhaltige Entwicklung verwandter Branchen.

Weitere Informationen: Autoren: Pedro Henrique Santos et al., Titel: „Effiziente Extraktion von Daidzein und Genistein aus Sojamehl: eine Kombination aus enzymatischer Hydrolyse und HIUS-PLE-Technologie“, veröffentlicht in: *Food Chemistry* (2025). Autoren: Felipe Sanchez Bragagnolo et al., Titel: „Ein verbessertes Gradienten-PLE-SPE×HPLC-PDA-System zur Extraktion, Konzentration, Fraktionierung und Analyse wertvoller Verbindungen in Kakaobohnenschalen“, erschienen in: *Food Chemistry* (2025). Zeitschrifteninformationen: *Food Chemistry*

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